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Dienstag, 24. Januar 2017




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      The Whispered World 2 - Silence

   
verfasst am:    01. Dezember 2016
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 78%
Sound 80%
Atmosphäre 73%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 65%
Relation: Preis/Spieldauer

80%

Gesamtwertung
75%
 
Story
Noah und seine kleine Schwester Renie sind im Waisenhaus in einer Zeit aufgewachsen, in der Krieg herrscht. Auch an diesem Abend müssen sie vor einem Luftangriff in einem Bunker Schutz suchen. Dort versucht Noah seine kleine Schwester mit der Geschichte von Silence aufzumuntern, die einige sicherlich schon kennen, wenn auch nicht unter diesem Namen. Es handelt sich nämlich um die Geschichte von Sadwick aus dem ersten Teil des Abenteuers. Am Ende der Geschichte sahen wir einen Jungen im Krankenhausbett liegen. Dieser Junge war Noah, dessen Leben an einem seidenen Faden hing und der erwachte, als Sadwick den Spiegel zerschlug. Dieses Mal ist es Renie, die in die Welt zwischen Leben und Tod eintaucht und ihren Bruder, bzw. ihren Helden Sadwick und dessen treuen Begleiter Spot mit sich auf ein Abenteuer nimmt. Wie schon im ersten Teil muss auch Renie den Spiegel erreichen, um ihn zu zerschlagen und zurück in die Realität zu gelangen. Doch ihr Weg führt durch eine Traumwelt, die ebenfalls vom Krieg gezeichnet ist. Eine falsche Königin hat den Thron beansprucht und versucht, den von Sadwick zerschlagenen Spiegel wieder zusammenzusetzen. Zu diesem Zweck hat sie Kreaturen ausgesendet, die man nur die "Sucher" nennt. Sie sind darauf ausgerichtet, den letzten Spiegelsplitter zu finden. Wer sich ihnen in den Weg stellt, wird ebenfalls zum Sucher. Wird es der kleinen Renie gelingen, ihre Welt und die Traumwelt zu retten?

Gameplay
Das Gameplay hat sich gegenüber dem ersten Teil der Serie sehr verändert. Man benötigt nur noch die linke Maustaste und kann mit ihr Gegenstände und Personen anklicken, um sie zu betrachten, bzw. sich mit ihnen zu unterhalten. Wenn es etwas einzusammeln gibt, geschieht dies automatisch, genauso wie die Anwendung der irgendwo gelagerten Dinge. Ein Inventar gibt es schlichtweg nicht. Spot ist wieder mit von der Partie und kann von Beginn an drei verschiedene Formen annehmen. Sobald er z. B. auf Wasser, Lava, Feuer etc. trifft, kann er seine Gestalt noch weiter verändern. Dies geschieht jedoch nicht wie im ersten Teil per Mausklick auf ein Symbol, sondern das entsprechende Element muss in der Szene vorhanden sein. Er kann seinen Bauch also nur dann mit Wasser oder Lava füllen, wenn in der Szene eine Wasserquelle oder ein Lavakrater vorhanden ist.

Der nächste Unterschied besteht darin, dass dieses Spiel Elemente enthält, die absolut untypisch für ein Adventure sind. Man muss nämlich immer wieder sowohl mit Noah, als auch mit Renie und Spot einen Balanceakt durchführen. Dies geschieht, indem man die Maus entgegen der Spielbewegungen nach rechts oder links bewegt, um einen kleinen Kreis in der Mitte eines Bogens zu halten. Schafft man es nicht, fällt der jeweilige Protagonist herunter. Ein paar wenige Rätsel sind auch vorhanden. Allerdings sind sie so einfach, dass sie die Bezeichnung "Rätsel" eigentlich gar nicht verdient haben. Diese sogenannten Rätsel kann man zu allem Überfluss auch noch überspringen, während man sich bis zum Ende durch die Geschicklichkeitsspiele quälen muss. Man wird zwar mit der Zeit geübter, doch gehören solche Elemente eher in ein Jump-and-Run, als in ein Adventure.

Schade ist auch, dass man nicht selbstständig speichern kann. Das Spiel speichert zwar in gewissen Abständen automatisch, doch wird dieser Speicherstand immer wieder überschrieben, sodass man nicht oder nur auf umständliche Art und Weise auf ältere Spielstände zurückgreifen kann. Dies ist natürlich auch ein Nachteil bei der Jagd nach Erfolgen. Das Spiel hat zahlreiche Erfolge zu bieten, die sich zum Teil jedoch gegenseitig ausschließen, sodass man es 2-mal spielen muss, will man alle Errungenschaften einholen.

Grafik und Sound
Die Schauplätze haben mir sehr gut gefallen. Auch wenn die Stimmung in der Traumwelt von den Auseinandersetzungen zwischen der falschen Königin und den Rebellen beherrscht wird, so zeigt die Grafik eine sehr schöne Märchenwelt, voller Fantasiewesen und -pflanzen, Bergen, Kratern, Mooren, Ruinen und natürlich wieder einer neuen Stadt, die Renie in ihren Gedanken erschaffen hat. Viele Details können nicht nur betrachtet werden, sondern man kann Pilze auch wachsen und Käfer fliegen lassen. Die Charaktere sind fantasievoll dargestellt worden. Jede Figur sieht anders aus und hat auch andere charakteristische Eigenschaften, die sehr gut herausgearbeitet wurden. Jedoch hat vor allen Dingen Renie oft ein sehr hölzern wirkendes Gesicht, was mich an Pinocchio erinnert hat. Als Hintergrundmusik hat man wieder dieselbe Melodie gewählt, wie schon im ersten Teil. Das Stück ist zwar schön, aber ein wenig mehr Abwechslung hätte auch nicht geschadet. Die Synchronstimmen der Charaktere haben mir wiederum gut gefallen. Vor allem Renie wurde sehr gut vertont, mit ihrer kindlichen Stimme und den naiven Äußerungen.

Fazit
Die Geschichte von "The Whispered World 2 - Silence" ist im Grunde gut gelungen. Sie spielt zwar während eines Krieges, doch kommt dieses kriegerische Element nicht allzu sehr zum Tragen. Die kleine Renie lockert die angespannte Lage mit ihrer kindlichen Naivität und ihrem tiefen Vertrauen in ihren Bruder und Helden immer wieder auf. Jedoch gibt es einige Anspielungen auf den ersten Teil, die nicht konsequent durchgezogen wurden. Wer den ersten Teil nicht kennt, erfährt nur wenig am Rande über Noahs Aufenthalt in der Welt zwischen Leben und Tod, die jetzt Silence genannt wird. Auch dieser Name ist im ersten Teil nie erwähnt worden. Vom Gameplay war ich enttäuscht, denn ein fehlendes Inventar, nicht überspringbare Geschicklichkeitsspiele und viel zu einfache, aber überspringbare Rätsel sind nicht das, was man von einem Adventure erwartet. Dass man dann auch noch nicht einmal selber speichern kann ist weit von der Aussage entfernt, die wir älteren Fans des Genres immer eingetrichtert bekommen haben: speichern, speichern, speichern. Schade, dass man sich so weit von dem eigentlichen Genre entfernt hat. Grafisch ist das Abenteuer wieder gut gelungen. Sehr schöne Hintergründe, zum größten Teil gut gelungene Charaktere und flüssige Animationen sorgen für ein rundes Bild. Während ich bei der Hintergrundmusik ein wenig Abwechslung erwartet hätte, sind die Synchronstimmen sehr gut eingesprochen worden. Die einmalige Spieldauer beträgt bei einem Preis von € 29,99 leider nur ca. 6 Stunden. Wer sich noch nicht entschieden hat, kann sich bei Steam eine Demo-Version herunterladen und ansehen.
  
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