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Freitag, 17. November 2017




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     Yesterday Origins

   
verfasst am:    29. Dezember 2016
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 88%
Sound 87%
Atmosphäre 90%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 83%
Relation: Preis/Spieldauer

60%

Gesamtwertung
81%
 
Story
John Yesterday ist unsterblich. Doch leider hat seine Unsterblichkeit einen Haken. Jedes Mal wenn er stirbt und wieder lebendig wird, kann sich John an nichts mehr erinnern. Er weiß nicht, wer er ist, kennt niemanden mehr und weiß noch nicht einmal in welchem Jahr oder in welcher Stadt er sich befindet. Dies fand er bereits im letzten Abenteuer der Serie heraus, als er sich gegen seinen vermeidlichen Freund Henry White behaupten musste. Dabei lernte er den Antiquitätenhändler Jean-Paul Petit und seine Tochter Pauline kennen. Inzwischen ist aus Pauline und John ein Paar geworden. Gemeinsam führen sie nach dem Tod von Jean-Paul das Geschäft, welches in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Als sich eine exzentrische reiche Dame für ein Kunstobjekt interessiert, zögert John nicht lange und versucht, Victoria Baxter zum Kauf einer japanischen Statue zu bewegen. Dabei fällt ihm ein Buch über Transmutation, Unsterblichkeit und vor allem das Symbol, welches er selber in der Handfläche trägt, in die Hände. Zufall oder Absicht? John geht der Spur dieses Buches und des Autors nach und erfährt nach und nach mehr über seine Vergangenheit, indem er Flashbacks durchlebt. Erneut begeben er und Pauline sich in Gefahr. Doch dieses Mal geht es wirklich um Leben und Tod, den tatsächlichen Tod…

Gameplay
Das Gameplay unterscheidet sich von den bisherigen Spielen der Pendulo Studios und ist etwas gewöhnungsbedürftig. Dennoch handelt es sich um ein Point-and-Click Gameplay. Man kann sich bestimmte Bereiche näher ansehen und innerhalb dieser Bereiche das kleinere Bild nach oben, unten, rechts und links verschieben, um nach Klickpunkten zu suchen. Diese werden mit einem weißen Kreis markiert. Klickt man darauf, sieht man sich ein Objekt näher an. Daraus können Hintergrundinformationen resultieren oder man erhält einen Gegenstand für das Inventar. Als dritte Variante erhält man hin und wieder eine brauchbare Information, die als Themenpunkt ebenfalls in der Inventarleiste abgelegt wird. Diese Leiste befindet sich am unteren Bildschirmrand und öffnet sich, wenn man die Maus dorthin bewegt. Die Themen können immer wieder angehört werden, denn sie beinhalten Dialogausschnitte oder Gedanken. Die eingesammelten Gegenstände können und müssen zum Teil im Inventar näher betrachtet werden. Man kann sie um 360° drehen und auch hier wieder bestimmte Bereiche des Gegenstands noch einmal anklicken. Zwischen den Gegenständen und den Themen findet man in der Inventarleiste immer den Charakter, mit dem man zurzeit unterwegs ist. Dies kann John sein, aber auch Pauline oder beide zusammen. Die Charaktere können und sollten ebenfalls im Inventar von oben bis unten betrachtet werden.

Außer den üblichen Inventarrätseln, gibt es keine richtigen Rätsel. Man muss lediglich die richtigen Gegenstände und Gedanken auf die richtigen Objekte anwenden. Oftmals können es auch mehrere Dinge sein, die gleichzeitig eingesetzt werden müssen. In der Nahansicht dieses jeweiligen Objektes werden die eingesetzten Dinge dann rechts und links an das kleinere Nahansichtsfenster angeheftet. Die Inventarrätsel sind recht einfach. Es kommt hier nur darauf an, dass man sich alles genau ansieht und alle Dialoge komplett durchführt, um die entsprechenden Komponenten zu erhalten. Die eigentliche Spieldauer beträgt ca. 5 bis 6 Stunden. Das Spiel bietet jedoch eine Reihe von Errungenschaften, die mehr Einsatz erfordern und dadurch die Spieldauer künstlich in die Länge ziehen, will man sie alle einholen. Bei vielen dieser Errungenschaften muss man nämlich jede Szene genau untersuchen. Selbst der aktuelle Hauptdarsteller muss immer wieder von oben bis unten angesehen werden und sei es auch nur, weil er die Kleidung oder die Location gewechselt hat. Ein wenig Hilfe bei dieser Sisyphos-Arbeit bietet bei Bedarf der Hotspot-Button, der sich oben links am Bildschirmrand befindet. Klickt man ihn an, werden alle Hotspots angezeigt. Allerdings werden sie nicht alle auf einmal angezeigt, sondern sie blinken nach und nach und wahllos verstreut auf dem Monitor auf.

Es sei noch angemerkt, dass man leider auch bei diesem Abenteuer wieder einmal nicht selbstständig speichern kann. Das Spiel legt zu den Kapitelabständen einen Spielstand im Lade-Menü ab, jedoch nicht von jedem durch das Speichersymbol angezeigten Spielstand. Will man alle Speicherstände innerhalb eines Kapitels sichern, kann man dies per Hand tun, indem man die entsprechende Datei auf der Festplatte findet und in einen anderen Ordner sichert.

Grafik und Sound
Nicht nur die Story bietet eine Reise durch Raum und Zeit, sondern auch die für die Pendulo Studios typische Grafik. Dabei ist es interessant mit anzusehen, wie sich John im Laufe der 500 Jahre, die er inzwischen auf der Erde weilt, verändert hat oder eben auch nicht. Sein Gesicht ist von der Jugend bis hin zum Erwachsenenalter weitaus kantiger geworden. Die schlaksige Figur hat er behalten und auch sein Kleidungsstil geht nicht ganz so mit der Zeit. John verabscheut nämlich Turnschuhe, die hoch in Mode sind und zieht festes, elegantes Schuhwerk vor. Auch mit Jeans kann er nicht viel anfangen. Sein Geschmack bei Frauen wiederum hat sich nicht sehr verändert. Pauline und Caytir sehen sich abgesehen von der Haarfarbe doch sehr ähnlich. Auch Pauline verändert sich ein wenig. Wenn sie zu viele Fältchen unter den Augen bekommt, bringt sie sich kurzerhand um und erwacht als jüngere Variante ohne Fältchen wieder. Da sie keinen Gedächtnisverlust hat, ist dies für sie problemlos. Die Charaktere sind im Allgemeinen sehr gut gelungen. Jedoch stimmen in der Nahansicht hin und wieder die Proportionen nicht. Die Hände wirken oft wie riesige Pranken.

Die Hintergrundgrafik ist sehr gut gelungen. Der Spieler wird mit abwechslungsreichen Atmosphären konfrontiert. Die Geschichte startet in einem spanischen Kerker im 15. Jahrhundert, wechselt zur Gegenwart in Paris, reist weiter nach New York, um dort wieder einen Zeitsprung zurück und einen räumlichen Sprung nach Schottland zu machen. Von dort aus geht es wieder nach New York, nach Paris und nach Amsterdam. John und Pauline besuchen einen Kerker, Katakomben, eine Burg, den Central Park und halten sich zwischendurch immer mal wieder zu Hause in Antiquitätenladen auf, in einem Hotelzimmer oder auf dem Hausboot einer Freundin. Alle Schauplätze bieten Details aus der jeweiligen Zeit, in der man die Locations besucht.

Die Dialoge sind leider nur in englischer Sprache vorhanden. Sie werden von einem deutschen Untertitel begleitet. Inhaltlich bieten sie zwar ein wenig Hintergrundinformation, jedoch nur so viel wie nötig, sodass man nie das Gefühl hat, die Dialoge würden abschweifen. Manche Themen kann man sich immer wieder anhören. Die englischen Synchronstimmen hat man gut gewählt. Die Texte wurden so eingesprochen, dass alle Emotionen perfekt übermittelt werden. Auch die Soundeffekte hat man passend platziert. Sie sind so eingesetzt worden, dass sie fließend in das Geschehen übergeben. Für die Hintergrundmusik hat man verschiedene Titel gewählt, die sich der jeweiligen Zeit und Örtlichkeit anpassen, um die jeweilige Atmosphäre zu unterstützen.

Fazit
"Yesterday Origins", der Nachfolger von "Der Fall John Yesterday", hat wieder einmal eine spannende und interessante Geschichte zu bieten. Dieses Mal erfahren wir mehr über Johns Vergangenheit und kehren im wahrsten Sinne des Wortes zum Ursprung zurück. Bei mir bleibt nur die Frage offen, wie Pauline unsterblich geworden ist. Hätte John sie verwandelt, wäre eine Münze notwendig gewesen und er hätte seine Transmutation gleichzeitig korrekt wiederholen können. Da das Buch zudem verschwunden ist, wäre dies schwierig geworden. Ein weiterer kleiner Kritikpunkt an der Story sind die meiner Meinung nach zum Teil zu brutalen und zu blutigen Szenen, die in der Form für meinen Geschmack nicht hätten sein müssen. Das Gameplay ist etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch absolut in Ordnung. Nur die fehlende Möglichkeit, individuell zu speichern hat mich sehr enttäuscht. Die Grafik ist den Pendulo Studios wieder einmal sehr gut gelungen. Alle Charaktere können sich sehen lassen und die Hintergründe und Locations sind ein Genuss. Leider gibt es keine deutsche Sprachausgabe. Sie hätte die Atmosphäre perfekt gemacht. Die Hintergrundmusik mit ihren verschiedenen Titeln und die Soundeffekte sind wiederum sehr schön anzuhören. Die eigentliche Spieldauer, lässt man die Errungenschaften einmal außer Acht, ist für einen Preis von 29,99 Euro recht kurz geraten. Dennoch empfehle ich jedem Adventurefan und vor allem denjenigen, die den ersten Teil kennen und Fans der Spiele aus dem Hause Pendulo Studios sind, "Yesterday Origins", denn das Gesamtpaket hat einiges zu bieten. Johns zweites Abenteuer nimmt dich auf eine interessante und abwechslungsreiche Reise durch Raum und Zeit mit!
  
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