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Mittwoch, 24. Mai 2017




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     The Eyes of Ara

   
verfasst am:    30. April 2017
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 97%
Sound 90%
Atmosphäre 97%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 95%
Relation: Preis/Spieldauer

100%

Gesamtwertung
96%
 
Story
Du hast eine E-Mail von einem gewissen Jackson Sheehy erhalten, mit der du beauftragt wirst, eine Burg zu erforschen, von der merkwürdige Störsignale ausgehen. Im Umkreis von 100 km funktioniert kein Radio, kein Fernseher, kein WLAN mehr. Einfach alle Funkverbindungen sind gestört. Die Burg liegt auf einer Insel und ist somit nur mit einem Boot zu erreichen. Von der Anlegestelle aus machst du dich auf den Weg zum Eingang. Dabei stößt du auf herumliegende Nachrichten, die davon berichten, dass es im Haus spukt. Angeblich spukt nicht nur der Geist des Barons Contington in der Burg, der mit seiner Schrotflinte herumläuft, sondern auch der Geist einer irren Catherine. Diese beiden waren aber nicht die letzten Bewohner. Christopher Sterling hat zuletzt mit seiner Schwester und deren beiden Kindern dort gewohnt. Er ist vor einiger Zeit spurlos verschwunden und es geht das Gerücht um, dass er seine Angehörigen umgebracht hat. Doch Auftrag ist Auftrag, daher betrittst du, zwar mit einem mulmigen Gefühl im Magen, aber dennoch mutig, die Burg. Nach und nach erforschst du die längst verlassenen Räumlichkeiten und kommst dabei einer unglaublichen Geschichte auf die Spur…

Klassisches, benutzerfreundliches Gameplay
Dieses Adventure bedient sich einer reinen Point-and-Click Steuerung, bei der rein alleine die Maus verwendet wird. Allerdings kann man mit gedrückter Maustaste z. B. Hebel drehen oder Fliesen zur Seite ziehen. Der Cursor wird zu einem Punkt, wenn man einen Bereich näher betrachten kann. Ansonsten zeigt er einen Pfeil. Er verändert sich in der Nahansicht nicht noch einmal, wenn Dinge dort interessant sind. Dies muss man in dem kleinen Bereich dann schon selber herausfinden. Die Inventarleiste befindet sich am unteren Bildschirmrand und kann dort mit einem Klick auf ein Auge über der Leiste auch versteckt werden. Links an der Leiste befindet sich ein Kreis. Klickt man darauf, erscheint für kurze Zeit am oberen Bildschirmrand eine Zeile, in der für jedes Kapitel separat aufgeführt wird, wie viele von Alex' Spielfiguren, Clementines Fotos, Astras Gemälden und Christophers Münzen du einsammeln kannst, aber nicht musst. Auf der rechten Seite der Inventarleiste ist ein kleiner Computer zu sehen. Klickst du darauf, gelangst du ins Menü. Da in der Ego-Perspektive gespielt wird, kann man sich mit gedrückter Maustaste immer von einer bestimmten Position im Raum aus umsehen. Die Kamera schwenkt um 360° auch nach oben und unten. Die Geschwindigkeit bestimmt der Spieler dabei selbst. Das einzige kleine Manko im Gameplay ist, dass man nicht eigenständig speichern kann. Allerdings speichert das Spiel automatisch, wenn man es beendet und überschreibt dann den aktuellen Spielstand. Da man während des gesamten Spiels zu jeder Zeit in alle einmal freigeschalteten Bereiche gelangen kann, egal zu welchem Kapitel sie gehören, ist dies jedoch nicht so tragisch wie in manch anderem Abenteuer.

Fantastische Rätsel
Die Rätsel müssen einfach gesondert erwähnt werden, denn das Spiel ist voll mit tollen Aufgaben und Rätseln, wie in den guten alten Zeiten. Man findet Notizen, liest Bücher, untersucht ins Holz geritzte Zeichen etc. und muss selber zu gegebener Zeit die Hinweise deuten und anwenden. Da es kein Tagebuch gibt, sollte man Stift und Papier bereitlegen, um sich die Hinweise zu notieren. Adventurefans der ersten Stunde dürften diese Methode noch kennen, die leider in der heutigen Zeit zu kurz gekommen ist. In diesem Spiel gibt es keine Hotspots oder sonstigen Hilfestellungen. Du bist im wahrsten Sinne des Wortes auf dich alleine gestellt und kannst beweisen, aus welchem Holz du geschnitzt bist. Viele der Rätsel sind mit Symbolen der Sternzeichen, Sternbildern oder Symbolen von Planeten verbunden. Aber auch mathematische und andere Rätsel kommen zum Einsatz. Mit zunehmendem Abenteuer werden die Aufgaben kniffliger. Neben den Rätseln, die für den Spielfortschritt gelöst werden können, kann man viele andere Dinge sammeln und natürlich Errungenschaften einholen. Nur wenige Errungenschaften werden automatisch mit Spielfortschritt freigeschaltet. Die meisten Erfolge muss man sich selbst erarbeiten.

Wundervolle Atmosphäre
Die Grafik bietet schon bei Spielstart eine einladende Atmosphäre. Hervorragende Lichtverhältnisse und Animationen heißen den Spieler gleich in den ersten Minuten willkommen und lassen ihn schon vor dem Anlegen des Boots tief in das Abenteuer eintauchen. Auch im Schloss fühlt man sich trotz Staub und Spinnweben gleich heimisch und ist geradezu erpicht darauf, auf Entdeckungsreise zu gehen. Alte Möbel, rustikales Gemäuer, hochwertige Teppiche, alles lädt dazu ein, sich ganz in Ruhe umzusehen. Die passenden Soundeffekte sind die Krönung. Klickt man irgendeinen Gegenstand, eine Mauer, ein Fenster oder ein Möbelstück an, hört man unterschiedliche Sounds. Bei einer Fensterscheibe hört man klirrendes Glas, Vorhänge klingen dumpf, als würde man sie ausschlagen, bei Mauern erklingt ein steinernes Geräusch und auch für Holz hat man einen anderen Soundeffekt gewählt. Diese Geräusche sowie das Rascheln von Papier und das Knarren von Türen sind deine einzigen Begleiter, da du keiner Menschenseele begegnen wirst. Von daher gibt es auch keine Sprachausgabe. Alle Schriftstücke wurden jedoch inzwischen ins Deutsche übersetzt, sodass man auch ohne englische Sprachkenntnisse ganz entspannt spielen kann.

Ein besonderes Highlight bietet die Burg zu Halloween. Diesen Zeitpunkt kann man natürlich künstlich herbeiführen, indem man die Uhrzeit seines Computers auf den 31. Oktober umstellt. Zu dieser Zeit wurde das gesamte Schloss mit gruseligen Details geschmückt. Überall stehen Kürbislaternen, hängen zusätzliche Spinngewebe, krabbeln Spinnen an den Wänden herum und trifft man auf Skelette. Diese sitzen auf dem Sofa und schauen in den Fernseher, sie sitzen auf der Toilette, hängen am Kronleuchter, liegen in den Betten. Es ist ein besonderes Erlebnis dann noch einmal durch die Burg zu wandern, was ihr euch nicht entgehen lassen solltet.

Fazit
"The Eyes of Ara" ist bereits im Juli 2016 bei Steam erschienen, doch erst kürzlich wurde es in die deutsche Sprache übersetzt. Dies erleichtert es deutschsprachigen Spielern natürlich sehr, tief in die Geschichte einzutauchen, die zu Beginn einen grusligen Touch hat, dann jedoch mit zunehmenden Spielfortschritt eine Wendung nimmt, die man zu Beginn so nicht erwartet hätte. Die Grafik bietet eine solch gute Atmosphäre, dass man schon nach dem Lesen des ersten Briefs nur allzu bereit ist, den Auftrag zu erfüllen und die Störquelle zu finden. Dabei ist man überhaupt nicht in Eile und genießt es, nach den vielen kleinen Details zu suchen, die das Spiel zu bieten hat, und Tagebücher ausführlich zu lesen. Schade ist nur, dass man z. B. die gesammelten Fotos nicht genauer ansehen kann. Hervorragende Soundeffekte sorgen noch einmal für eine real wirkende Umgebung. Die Hintergrundmusik hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, ist sie doch einfühlsam und beruhigend. Allerdings hätte sie ein wenig mehr Abwechslung vertragen können. Die Rätsel sind an sich nicht schwer, jedoch muss man erst einmal die Hinweise zu deuten und an den richtigen Stellen anzuwenden wissen. Wer die Abenteuer vermisst, die wir noch vor 10 Jahren gespielt haben, mit all den Rätseln und Aufgaben für die man wirklich noch den Kopf einschalten musste, sollte bei diesem Spiel auf jeden Fall zugreifen, denn es holt die Zeit der guten alten Adventure zurück! Ein hervorragendes Spiel, das Adventureherzen für mehr ca. 20 Stunden höher schlagen lässt!
  
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