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     Grim Tales 10 - Der Erbe

   
verfasst am:    17. Mai 2018
verfasst von:    avsn-fawks

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Grafik 82%
Sound 63%
Atmosphäre 45%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 68%
Relation: Preis/Spieldauer

100%

Gesamtwertung
72%
 
Story
Mitten in der Nacht bekommt Anna Gray einen dringenden Anruf. Ihr Neffe Brandon ist am Apparat. Völlig aufgebracht bittet er seine Tante, sich schnellstens auf den Weg zum Familienschloss zu begeben. Dort angekommen, findet sie Mrs. Gray komatös auf dem Sofa liegend. Der Sohn Billy ist verschwunden und von Brandon fehlt auch jede Spur - bis auf einen Zettel, auf dem wirres Zeug geschrieben steht: darauf berichtet Brandon von einem grinsenden alten Mann, der im Haus herumspukt und durch Wände geht. Ein uralter Fluch, auch bekannt als der Gray Familienfluch, sucht die Bewohner des Gray Schlosses heim. Kann Anna ihren Neffen und dessen Familie vor einem schrecklichen Schicksal bewahren?

Die Saga der Familie Gray
Die gesamte "Grim Tales" Saga (Teil 1 bis 10) dreht sich um die Familie Gray mit Anna Gray in der Hauptrolle. Falls man den Wunsch hat, Familie Gray näher kennenzulernen, spielt man am besten zunächst den ersten Titel: "Grim Tales 1 - Die Braut". Dies vorausgeschickt, jedoch ist die Handlung vom zehnten Titel "Der Erbe" hundertprozentig eigenständig, bezieht sich kaum auf irgendwelche Elemente einer Rahmengeschichte und man kann ihn getrost spielen, ohne ein lückenhaftes Gefühl dabei zu bekommen.

Gameplay
Das gesamte Spieluniversum begrenzt sich auf nicht allzu viele Räume auf dem Gray Anwesen. Allerdings gleicht die Anzahl der Räume nicht der von den Schauplätzen, denn die Protagonistin - Anna - verfügt über die Möglichkeit, durch die Zeit zu reisen, sodass man von einigen Räumen vergangene, gegenwärtige und zukünftige Versionen zu sehen bekommt. Im Großen und Ganzen erkundet man ein Schloss voller dunkler Ecken, versteckter Türen, Geheimfächer und sogar einem Folterkeller auf der Suche nach dem verschwundenen Billy und was immer es auch für ein Wesen war, das ihn verschleppt haben soll. Es kommt vor, dass Anna in der Zukunft etwas über das Gegenwart lernt, um deren Ablauf von der Vergangenheit aus zu ändern. Gegenstände werden ebenfalls zwischen den Zeiten hin und her geschleppt. Das unendliche Potenzial für richtige vierdimensionale Rätsel, also derartige in denen man in der Vergangenheit etwas sät, um dessen Früchte in der Zukunft ernten zu können, wird zum größten Teil leider nicht ausgeschöpft.

Trotzdem, die Rätsel sind ganz passabel. Es werden jede Menge Gegenstände eingesammelt und die Art und Weise wie sie sich kombinieren und anwenden lassen, ist definitiv spannend und einfallsreich. Allerdings nicht unbedingt im Einklang mit der Realität. Ein Wandbild wiederherzustellen, um ein Geheimfach zu öffnen, in welchem sich ein Schutzschildemblem befindet, mit dem man, sobald es in dessen Vertiefung steckt, an ein Stethoskop herankommt, welches letztendlich zum Knacken eines Safes dient, ist zwar super konzipiert, aber realistisch betrachtet…naja… wer mauert schon ein Stethoskop ein? Andererseits kann man in diesem Spiel auch mit Monstern und Geistern rechnen, also unrealistisch kommt nicht unverhofft.

Die WBS sind nett und unkompliziert. Für sie wird nicht viel mehr, als sich zurücklehnen und den Bildschirm mit dem Mauszeiger abzuscannen, benötigt. Die Minispiele hingegen stellen einen höheren Standard der Herausforderung dar. Vor allem ist die Quantität sehr groß. Manchmal werden sie kettenweise präsentiert; die Inhalte variieren. An jede freie Stelle, an der ein Minispiel angebracht werden konnte, wurde auch eins integriert, wodurch man einem Gefühl des Übermaßes nicht entkommen kann. Der Schwierigkeitsgrad kommt auf das jeweilige Minispiel an. Bei einigen muss man schon die grauen Zellen ein bisschen anstrengen oder den Lösungsknopf betätigen.

Grafik und Sound
Das Gute an der Grafik sind die animierten Sequenzen, die bei der Anwendung von Objekten und während der Minispiele gezeigt werden. Hintergründe und Figuren konnten - zumindest mich - nicht beeindrucken. Technisch gesehen sind die Artworks makellos. Bunte detailreiche Hintergründe mit einer Prise Grusel, aber gleichzeitig zu fantasievoll abgebildet, um das Innere eines modern eingerichteten und bewohnten Schlosses überzeugend darzustellen. Ein Blick in den Keller reicht, damit man sich fragt, ob das da das Zuhause einer dreiköpfigen Familie oder die Türschwelle zur Unterwelt ist.

Eine unvollständige englische Sprachausgabe wird von deutschen Untertiteln begleitet. Nur Dialoge und Zwischensequenzen wurden synchronisiert. Was die Protagonistin zu interaktiven Gegenständen zu sagen oder ansonsten zu kommentieren hat, wird ausschließlich via geschriebenem Text übermittelt.

Fazit
Es fragt sich, welche Inhalte die Entwickler der "Grim Tales" Reihe am stärksten inspiriert haben. Die "Black Mirror" Saga wäre eine glaubwürdige Möglichkeit. Die düstere Gray Familiengeschichte, deren Wirkung sich über Generationen hinaus spannt, erinnert in vielen Hinsichten an die der Gordons. Dies ist im Wesentlichen auch die allgemeine Atmosphäre von "Grim Tales 10" - düster und grimmig, eventuell mit einem winzigen Funken Humor. Das Ganze ist sehr gut gemacht, aber spricht stärker diejenigen an, die eine Vorliebe für die surreale Seite der Fiktionsskala haben. Man kann mit einer Spielzeit von ca. 4 Stunden rechnen, sogar länger falls man es sich zum Ziel setzt, jedes einzelne Exemplar aus dem riesigen Minispielarsenal, das das Spiel anzubieten hat, ganz ohne Hilfe zu lösen.
  
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