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     The Dreamlands - Aisling's Quest

   
verfasst am:    18. Juni 2018
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 70%
Sound 77%
Atmosphäre 83%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 90%
Relation: Preis/Spieldauer

80%

Gesamtwertung
80%
 
Story
Du schlüpfst in die Rolle von Aisling, einem jungen Mädchen, das bei einem Autounfall ihre Mutter verloren hat und seither selbst im Rollstuhl sitzt. Aisling kämpft mit ihrer Trauer um ihre Mutter und wird zudem von den Menschen in ihrem Umfeld immer wieder wie ein rohes Ei behandelt. Das hilft ihr nicht wirklich, mit dem Verlust fertig zu werden und so wird sie im Schlaf von Alpträumen heimgesucht. In diesen Träumen nimmt die Dunkelheit Gestalt an und die Trauer droht sie zu erdrücken, denn Aisling gibt sich selbst zu allem Überfluss die Schuld am Tod der Mutter, da diese ihr das Autofahren beibringen wollte, als der Unfall geschah. Deine Aufgabe ist es nun, Aisling durch diese finsteren Träume zu führen und mit ihr gemeinsam gegen Dunkelheit und Trauer anzukämpfen.

Gameplay
Das Casual-Game ist eher ein Adventure, als ein Wimmelbildspiel, denn es gibt nur drei Wimmelbildszenen, von denen nur eine im klassischen Sinn abgearbeitet werden muss. Nur in dieser Szene müssen Gegenstände anhand einer Liste gefunden werden. In den anderen beiden Szenen wird uns ein Teil der Hintergrundgeschichte und der Gefühle von Aisling erzählt. In den wenigen Sätzen sind sozusagen Schlüsselworte enthalten, die es zu erkennen gilt, und nach denen man dann die passenden Gegenstände finden muss. Alle drei Szenen haben jedoch eines gemeinsam: am Ende erhält man einen Gegenstand für das Inventar. Außerdem sind alle drei Szenen schnell abgearbeitet, denn fährt man mit der Maus über die zu findenden Gegenstände, werden sie etwas heller dargestellt.

Gesteuert wird Aisling in der 1st-Person-Perspektive und per klassischer Point-and-Click-Steuerung. Das Inventar befindet sich am unteren Bildschirmrand und wird sehr übersichtlich geführt. In den Szenen muss man Ausschau nach brauchbaren Dingen halten, wie z. B. Schlüssel, Eimer, Hammer, Brecheisen, die oft ein wenig versteckt liegen. Sie werden dann automatisch im Inventar abgelegt. Allerdings erhält man keine Beschreibung der Objekte, wenn man mit der Maus im Inventar über sie fährt. Dies kann hin und wieder etwas verwirrend sein, da mache Dinge nicht direkt erkennbar sind. So kann man z. B. einen leeren Eimer nicht von einem Eimer voll Wasser unterscheiden, da sie optisch genau gleich aussehen. Des Weiteren sind zahlreiche Rätsel zu lösen, die jedoch alle recht leicht und schnell zu lösen sind.

Der recht kleine Cursor verwandelt sich in eine Hand mit ausgestrecktem Zeigefinder, wenn man die Szene in eine bestimmte Richtung verlassen kann. Ein kleiner technischer Fehler hat sich hier eingeschlichen und tritt hin und wieder auf: wenn man eine Nahansicht 2-mal kurz hintereinander besucht, ändert sich die Form des eigentlichen Cursors auch bei Ausgängen nicht, sodass man die Nahansicht nicht mehr verlassen kann. Wenn man das Spiel dann jedoch speichert, verlässt und wieder neu startet, ist der Fehler meist von selber verschwunden. Das Spiel bietet zudem 5 Speicherplätze, die individuell belegt werden können.

Neben den Dingen, die man für den Spielfortschritt benötigt, findet man überall rosa Plüschtiere und Tagebuchseiten. Sammelt man diese ein, werden sie nicht im Inventar abgelegt, zählen jedoch, um je einen Erfolg einzufahren, sobald man sie alle gefunden hat. Acht weitere Erfolge können eingeholt werden, die z. B. automatisch bei entsprechendem Spielfortschritt freigeschaltet werden.

Grafik und Sound
Die Grafik ist zwar nicht auf dem neuesten Stand, jedoch hat mich das nicht gestört. Dafür hat das Spiel zahlreiche Schauplätze zu bieten, die erforscht werden müssen. Die meisten Schauplätze sind mit Erinnerungsstücken von Aisling oder ihrer Mutter bestückt. Sie alle drücken die Trauer und Finsternis aus, die das junge Mädchen zurzeit empfindet. Äußerst positiv zu erwähnen ist, dass man auf Feinheiten geachtet und die Szenen dadurch lebendiger gemacht hat: in einer Wimmelbildszene muss man z. B. eine Kerze finden. Klickt man sie an, um sie von der Liste zu streichen, wird es im Raum auch sogleich ein wenig dunkler. Allgemein ist die Grafik ziemlich dunkel gehalten und hier und da gibt es auch Fehler. In einer Sequenz hat Aisling z. B. nur Beine, aber keine Füße.

Die Dialoge erfolgen in englischer Sprache und werden von einem deutschen Untertitel begleitet. Leider ist der deutsche Untertitel voller Fehler. Zu Beginn sind es nur Grammatikfehler, die nicht weiter ins Gewicht fallen, doch gegen Ende hin sind vor allem die Tagebuchseiten zum Teil so schlecht übersetzt worden, dass man erst einmal kurz überlegen muss, was der Text uns eigentlich sagen will. Hinzu kommt, dass die beiden letzten Wimmelbildszenen gar nicht erst übersetzt wurden. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, kann nur durch wildes Klicken herausfinden, welche Gegenstände gemeint sein könnten. Dialoge können übersprungen werden, Zwischensequenzen hingegen nicht.

Fazit
Ein junges Mädchen kämpft nach dem Verlust ihrer Mutter gegen Trauer, Dunkelheit und Schuldgefühle an. Das ist im Grunde die Story dieses Casual-Adventures, die mir gut gefallen hat und auch gut umgesetzt wurde. Die Spieldauer beträgt zwar nur ca. 1,5 Stunden, jedoch braucht es auch nicht mehr, um dem Spieler ein intensives Erlebnis zu bieten. Die einfache und recht dunkle Grafik bietet für Aisling's tragische Lebensgeschichte einen guten Rahmen, denn so finster die Grafik ist, so sehr trauert Aisling auch. Unterstützt wird die Geschichte durch eine atmosphärische und abwechslungsreiche Musik. Die kleinen technischen Mängel im Gameplay und auch die Übersetzungsfehler des deutschen Untertitels können sicherlich mit einem Update behoben werden. Ansonsten erwartet den Spieler eine kurze, intensive Story mit schönen Rätseln für kleines Geld, welche ich nur empfehlen kann!
  
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