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     Lorelai

   
verfasst am:    15. Mai 2019
verfasst von:    avsn-fawks

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Grafik 70%
Sound 83%
Atmosphäre 83%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 75%
Relation: Preis/Spieldauer

90%

Gesamtwertung
80%
 
Story
Zu Hause erwartet Lorelai nichts weiter als ihre depressive Mutter, ein gewalttätiger Stiefvater und mit großer Wahrscheinlichkeit eine Leere im Kühlschrank, die im Magen kneift. Trotz der miesen Umstände traut sich die junge Engländerin, von einem besseren Leben für sich und ihre Babyschwester zu träumen, bis das Schicksal ihr eines Abends eine tödliche Falle stellt. Hängengeblieben an der Schwelle zwischen Leben und Tod, gelten nun neue Regeln für Lorelai. In einem Versuch, den Tod zu hintergehen, geht sie ein Geschäft mit dem Teufel ein. Dieses verschafft ihr eine zweite Chance, die Dinge anders zu regeln, doch es zieht einen ungeheuerlichen Preis nach sich. Agierend als Lorelai hast du nun die Wahl: entweder zahlst du den hohen Preis oder findest einen Weg, den Teufel zu betrügen und dennoch zu überleben.

Gameplay, Aufgaben & Rätsel
Streng genommen ist "Lorelai" der dritte und abschließende Teil einer Trilogie, die mit "Downfall" (2016) und "The Cat Lady" (2012) begann. Praktisch werden überhaupt keine Vorkenntnisse gebraucht, um diesen Titel durchzuspielen. Falls man keinen Controller verwendet, läuft die Steuerung allein über die Tastatur. Zwei Tastenbelegungen, die man sich detailliert unter der Schaltfläche "Controls" im Hauptmenü ansehen kann, stehen zur Verfügung und dürften sowohl Linkshänder, als auch Rechtshänder zufriedenstellen. Das Interaktionsmenü, das in der Nähe der Hotspots zu finden ist und beim Öffnen des Inventars einblendet wird, zeigt meistens nur 2 Optionen: "Examine" (Untersuchen) /"Use" (Benutzen). Dies ist operativ relativ günstig, da es einigermaßen die Point & Click Logik von Betrachten mit Rechts und Handeln mit Links nachbildet. Genau deswegen ist es auch schade, dass das Spiel nicht mit der Maus bedienbar ist.

Die Handlung spielt abwechselnd auf verschiedenen Ebenen: lebendige Lorelai in der realen Welt, Geist Lorelai in der realen Welt und in der Geisterwelt. Ausgangspunkt für die Story ist Lorelais Tod. Von da an nimmt die Geschichte einen zeitlich nicht linearen Verlauf an. Ab einem bestimmten Punkt ermöglicht das Spiel einen gewissen Entscheidungsfreiraum, der letztendlich zu unterschiedlichen Enden führt. Genau hier entscheidet man, ob sich seine Handlungen eigennützig und herzlos nach dem Sinn des Teufels richten. Dieser erscheint hier übrigens, genau wie im Vorgänger "The Cat Lady", in Form einer gewissen Königin der Maden oder er nutzt die Königin aus und stellt sich dann gegen sie. Enden wird das Spiel, wie bereits erwähnt, auf beiden Wegen jeweils unterschiedlich. Das Speichersystem ist glücklicherweise benutzerfreundlich und unterstützt manuelle Speicherungen. Mehrere Speicher-Slots, die es ermöglichen bei Gelegenheit die alternativen Pfade zu erforschen, ohne das Spiel erneut beginnen zu müssen, sind hier von Vorteil.

Die Rätsel und Aufgaben sind nichts Besonderes und in dem Sinn, dass mir keine bedeutende Hürden über den Weg gelaufen sind. Die dahinter stehende Logik ergab vollkommen Sinn. Lorelais Rückmeldungen weisen meisten den richtigen Weg. Allgemein betrachtet gilt bei fast allen Rätseln die Formel "benutzte A mit B, um C zu bewirken" oder "kombiniere X mit Y, um Z zu erschaffen".

Grafik und Sound
Visuell bietet Lorelai ein beeindruckend stimmungsvolles Spielerlebnis. 2D Elemente bestehen stilistisch aus einem breiten Spektrum an Kunsttechniken. Vor allem die Spielfiguren wurden in einer gemischten 2D-3D Umgebung integriert. Dazu gehören atmosphärische Spiele mit Licht, Schatten und Kontrasten. Ein Beispiel ist die schwarz-weiße Kulisse, in der einzelne Objekte farbig übersichtlich hervortreten. Lorelai sieht leicht durchsichtig aus, wenn die Umgebung einen Traum oder eine Erinnerung darstellt. Richtiges Fotomaterial und hin und wieder sogar Filmmaterial leisten ebenfalls ihren Beitrag zu dieser vielschichtig dargelegten Spielwelt. Bei all dem werden vor allem Grusel und Skurrilität erzielt und zudem ein ständiges Gefühl, dass man über der Grenze zwischen Traum und Realität schwebt, was vom Narrativen eigentlich nicht so weit entfernt liegt. Entsprechende Musik und Toneffekte sind ebenfalls markant anwesend. Einzig negativ fiel mir auf, dass dieselben Layouts mehreren Schauplätzen zugrunde liegen. Badezimmer z. B, von denen es im Spiel einige gibt, sind eigentlich identisch, wenn man sich die Möblierung wegdenkt. Englisch wird als einzige Sprache unterstützt. Dafür jedoch mit einer vollständigen Sprachausgabe und authentisch klingenden britischen Sprechern.

Fazit
Obwohl "Lorelai" streng genommen zu "The Cat Lady" und "Downfall" - R. Michalski's "The Devil Came Through Here"-Trilogie - gehört, kann man es als selbständiges Spiel betrachten. Einsteiger werden Anspielungen auf die Vorgänger nicht wahrnehmen, und auf die Handlung hat es keinen Einfluss. Das dritte Spiel der Trilogie wurde enorm verbessert, vor allem im Bereich Grafik und Interface im Vergleich zu den Vorgängern. Das Spiel bietet ca. 7 Stunden Spielzeit vollgepackt mit Spannung und Grusel. Es sollte leicht fallen, weitere eineinhalb Stunden zusätzlich heraus zu holen, wenn man nach Spielende die alternativen Pfade erforscht. Der Entwickler empfiehlt dieses Spiel erst ab 18 Jahren u.a. auf Grund von Gewaltszenen, unflätiger Sprache und groben sexuellen Andeutungen. Da sich "Lorelai" generell direkt und auch indirekt mit heiklen Themen wie Tod, Alkoholabhängigkeit, häuslicher Gewalt, Depressionen und Selbstmord befasst, teile ich die Meinung zur FSK. Fans von beiden Vorgängern können sich mit Sicherheit auf "Lorelai" freuen, schon allein, da Grafik und Interface erheblich verbessert wurden. Ansonsten sollte dieser Titel, meiner Meinung nach, jedem gefallen, der auf der Suche nach einem hochwertigen Grusel-Adventure ist.
  
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