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     Geisterjäger Delaware St. John 3 - Die Seacliff Tragödie

   
verfasst am:    07. August 2007
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
80%
 


"Geisterjäger Delaware St. John 3" übertrifft seine Vorgänger noch an Gruseligkeit. Wer schon einmal in einem Vergnügungspark war weiß, dass man sich dort sehr schnell verlaufen kann. Besucht man solch eine Freizeitanlage bei Nacht, wo alle Attraktionen und selbst die Lichter auf den Wegen abgeschaltet sind, ist es noch schwerer die Orientierung zu behalten und der Park wird unheimlich. Plötzlich auftauchende schwarze Dämonen mit leuchtend weißen Augen sorgen nicht nur für gruselige Atmosphäre, sondern auch für Gänsehaut. Hinzu kommen Clownstatuen, die sich wie von Geisterhand bewegen, verlassene und teilweise eingestürzte Tunnel, durch Trümmer versperrte Wege und natürlich die Geister, die es zu befreien gilt.

Delaware ist immer noch auf der Suche nach seinen Eltern. Wer waren sie und wo lebten sie? Leider verliert sich jede Spur. Weil Delaware von Nonnen entführt wurde und in einem Waisenhaus aufwuchs, sind Kelly, Simon und Delaware in einer Sackgasse angelangt. Als Delaware eines Tages im Februar durch den Schnee zur Bäckerei geht, um Kaffee zu besorgen, verschwindet der Schnee plötzlich unter ihm, die Luft wird warm und die Bäume grün. Die Bäckerei ist nicht länger hinter ihm. Delaware befindet sich mitten in einem Vergnügungspark. Plötzlich bebt die Erde unter seinen Füßen und er stürzt. Als er auf dem Boden aufschlägt, liegt er wieder im Schnee vor der Bäckerei.

Delaware erzählt Kelly und Simon sofort von seiner Vision. Die Beiden finden heraus, dass es vor 4 Jahren eine schreckliche Katastrophe in einem Vergnügungspark gab. 1968 wurde der Seacliffpark direkt am Atlantik gebaut. Theodore Krandall wurde als Direktor eingesetzt. Vor 4 Jahren stürzte der Park förmlich ein. Höhlen, unter dem Gelände, waren beim Bau nicht entdeckt worden und man denkt, dass sie die Ursache für die Katastrophe gewesen sind. 100 Menschen starben bei dem Unglück. 24 Personen waren zur Zeit des Bebens auf der Achterbahn und stürzten in die See. Delaware macht sich sofort auf den Weg zu dem verlassenen Park, um herauszufinden was dort wirklich geschehen ist. Er findet heraus, dass Mrs. Krandall vor der Tragödie bereits bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. 9 Kinder verschwanden ebenfalls vor dem Einsturz auf unerklärliche Weise und wurden nie wieder gefunden. Unter ihnen war auch der jüngere Sohn der Krandalls. Was ist mit dem älteren Sohn Robert geschehen? Zunächst muss Delaware herausfinden, was den Krandalls zugestoßen ist, bevor er weitere Untersuchungen zu den Ereignissen im Park durchführen kann. Dieses Mal hat sich Kelly im Lastwagen versteckt und will tatkräftig mithelfen. Simon ist im Büro zurück geblieben, um Auswertungen anzufertigen und mit Hintergrundinformationen zum Unglück weiter zu helfen.

Der Spieler führt Kelly und Delaware abwechselnd durch das Spiel. Jeder von ihnen kann eine Hälfte des Parks untersuchen, die der jeweils andere nicht betreten kann. Dadurch grenzt sich das Gebiet etwas ein, doch bleiben immer noch genügend Attraktionen für jeden übrig, um sich zu verirren. Während des Spiels kann man sich an den Dämonen orientieren. Tauchen sie plötzlich vor einem auf, ist man auf dem richtigen Weg. An jeder Attraktion findet man eine Karte mit einer Übersicht des Parks. Ein gelber Punkt markiert die Stelle, an der man sich gerade befindet.

"Die Seacliff Tragödie" ist noch düsterer gehalten als seine beiden Vorgänger. Wieder gibt es zwei Geschichten. Wenn man die erste abgeschlossen hat, kann man die zweite spielen. Doch dieses Mal sind beide Geschichten jeweils doppelt so lang wie die beiden Abschnitte in "Das Haus der Toten" und "Die Stadt der Toten". Hinweise und Informationen sind schwerer zu finden, als in den ersten beiden Abenteuern von Delaware. Die dunkle Atmosphäre macht es da nicht einfacher. Manche Dinge erscheinen erst dann oder lasse sich erst dann betrachten oder nehmen, wenn andere Aktionen bereits ausgeführt wurden. Die Rätsel weisen einen mittleren Schwierigkeitsgrad auf. Nun ein Rätsel ist etwas schwieriger, weil man eine sehr wichtige Information leicht übersehen kann.

Reichten die Speicherplätze in den vorherigen Teilen aus, wird es dieses Mal sehr knapp. Zum einen auf Grund der Länge des Spiels und zum anderen, weil man sich leicht verlaufen kann und jeder Spieler dadurch sicherlich gerne öfter speichert. Man ist also gezwungen seinen Spielstand hin und wieder zu überschreiben. Wie schon zuvor wird ein Autosave angelegt, wenn Gefahr droht. Manchmal ist es besser den Rückzug anzutreten und so müssen Delaware und vor allem Kelly mehrmals die Beine in die Hand nehmen und weglaufen. Wählen sie dann den falschen Weg, werden sie von den Geistern überwältigt. Das Spiel setzt durch die automatische Speicherung genau vor der Aktion wieder ein. Die im Spiel auftauchenden Dämonen sorgen zudem für Ohnmachtsanfälle. Ist der Spieler nicht schnell genug, werden sie nicht verscheucht und unsere beiden Geisterjäger fallen in Ohnmacht. Allerdings erwachen sie sehr schnell wieder und das Spiel kann fortgesetzt werden.

Schauplatz ist der verlassene und zum Teil eingestürzte Vergnügungspark. Die gruselige Atmosphäre ist grafisch gut gelungen. Trümmer, herausgerissene elektrische Leitungen und die Spuren der letzten Besucher sind bis ins Detail dargestellt. Die Attraktionen sind zwar zum größten Teil nicht mehr einsatzfähig, doch lassen sie erahnen, welches Vergnügen sie den Besuchern einst bereitet haben. Die spannende Atmosphäre wird durch die gut gewählte Hintergrundmusik verstärkt. Jedoch gibt es nicht viel Abwechslung. Befindet man sich z. b. draußen auf dem Parkgelände wird das gleiche Stück immer wiederholt.

Wieder wird das Spiel komplett mit der Maus gesteuert. Dicke grüne Pfeil zeigen an, welchen Weg der Spieler gehen und in welche Richtung er sich drehen kann. Der Cursor verändert sich, wenn man ein Objekt nehmen oder betrachten sollte. Der Spieler kann sich nicht drehen, wie er will, um sich umzuschauen, sondern ist auf die vorgegebenen Pfeile angewiesen. Dies kann mit dazu betragen, dass man sich im Park hoffnungslos verläuft. Im Hauptmenü können die Hintergrundmusik, die Soundeffekte und die Sprachlautstärke separat von einander eingestellt werden. Doch auch dieses Mal fehlt ein Menüpunkt zur Helligkeitsregelung. Wer ein bisschen mehr Licht in die Sache bringen möchte, muss auf die Einstellungen seiner Grafikkarte zurückgreifen.

Fazit: "Die Seacliff Tragödie" weist noch mehr Gruselcharakter auf. Die Spannung wird bis zum Schluss aufrecht erhalten, denn die Geschichte geht anders aus, als der Spieler sicherlich vermuten wird. In diesem dritten Teil wird aber auch deutlich, dass die Steuerung verbessert werden könnte, denn die Orientierung fällt mit der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, zumindest zu Beginn des Spiels, ziemlich schwer. Wem "Das Haus der Toten" und "Die Stadt der Toten" gefallen hat, wird diesen dritten Teil der Gruseladventure-Reihe dennoch ebenfalls mit Begeisterung spielen.
  
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