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     Darkness within 1 - Auf der Jagd nach Loath Nolder

   
verfasst am:    18. Dezember 2007
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
80%
 


Vor fünf Jahren ist Loath Nolder zu einer Weltreise aufgebrochen. Er hatte all seinen Besitz verkauft und nur sein Büro in Wellsmoth behalten. Nun ist er zurück gekehrt und wird des Mordes verdächtigt. Howard Loreid hat den Fall übernommen und begibt sich auf die Suche nach Loath Nolder. Die Suche beginnt im Büro von Loath Nolder und führt Howard in das Haus des Opfers Clark Field. Die Notizen, Bücher und Briefe, die er dort findet, bringen ihn auf die Spur eines alten Geheimkults. Howard entdeckt einen Brunnen im Keller des Hauses, der tief unter die Erde führt. Aus diesem Brunnen dringen Geräusche und Dämpfe hinauf oder bildet Howard sich das alles nur ein? Er verstrickt sich immer tiefer in die Machenschaften des Geheimkults und glaubt fest an deren Existenz. Howard findet weitere Häuser mit unterirdischen Gängen und landet zum Schluss sogar auf einem alten Friedhof, um ein bestimmtes Grab zu suchen. Der Geheimkult soll angeblich bei Ritualen sogar mit Halluzinogenen arbeiten. Hat man Howard solch ein Mittel verabreicht oder wird er langsam wahnsinnig?

Schon die Story alleine hat etwas Mysteriöses und Gruseliges. Das Wetter und die Schauplätze verstärken diesen Eindruck. Während des gesamten Spiels herrscht regnerisches Wetter. Der Himmel ist verhangen und oft ist es bereits Abend, wenn Howard sich auf die weitere Suche macht. Die Häuser, die er besucht, sind alt und zum großen Teil verwahrlost. Fenster wurden mit Brettern zugenagelt, Möbel stehen achtlos herum und Bücher liegen über den Boden verstreut. Unheimliche Geräusche dringen durch die Wände, riesige Motten flattern um die spärlichen Lichtquellen. Aber Howard muss auch in Brunnenschächte klettern und unterirdische Tunnel durchstreifen. Da ist es nur natürlich, dass er nachts Alpträume hat, sollte man zumindest meinen. Doch die Alpträume beziehen sich nicht auf das gesehene, sondern auf das, was noch geschehen wird. Sobald Howard nervös wird, beschleunigt sich sein Puls, sein Atem geht schneller und seine Sicht verschwimmt. Der Spieler erlebt dies aus der 1st-Person-Perspektive hautnah mit und schlüpft automatisch in die Rolle von Howard. Plötzlich auftauchende Gestalten wirken in solchen Situationen allzu lebendig und lassen nicht nur Howard zusammenfahren.

Die wechselnde Hintergrundmusik erhöht die Spannung. In dunkleren Räumen wird sie dramatischer. Man kann sie im Menü nicht separat von den Soundeffekten und der Sprachlautstärke einstellen, doch ist sie auch nie störend. Im Gegenteil, die Hintergrundmusik unterstützt das gruselige Ambiente. Sie trägt dazu bei, dass der Spieler stets sprungbereit ist, Howard aus einer Gefahrensituation zu retten. Soundeffekte sind sehr gut platziert und reichlich vorhanden. Sie sind aber nicht übertrieben eingesetzt worden. Das Geräusch flatternder Motten, der Schrei einer Eule in die Nacht hinein und das Rascheln von Papier sind nur ein paar Beispiele. Befindet man sich in einem dunklen, stillen Keller, kann das Zuschlagen einer Metalltür überlaut wirken und ebenfalls eine Schrecksituation herbeiführen. Die Stimmen der wenigen Gestalten, die im Spiel auftauchen sind gut gewählt und angenehm. Meist hört man nur Howards Stimme, der seine Gedanken preisgibt. Doch all zu oft, vollziehen sich diese Gedankengänge nur per Untertitel. Der Spieler ist dadurch gezwungen sein Augenmerk stets auf den Monitor zu richten, um nichts zu verpassen.

Die Maussteuerung ist recht einfach gehalten. Der Cursor verändert sich, wenn man in eine bestimmte Richtung gehen, Objekte untersuchen oder ins Inventar aufnehmen kann. Das Inventar selber besteht zum einen aus einer Leiste mit gesammelten Gegenständen und zum anderen aus eine Liste mit zusammengetragenen Gedankengängen, Dialogen und Beobachtungen. Nicht nur die Gegenstände können miteinander kombiniert werden. Auch Howards Gedanken müssen von Zeit zu Zeit kombiniert werden, damit ein neuer Gedankengang entsteht und der Spieler den Hinweis für den nächsten Schritt erhält. In manchen Dokumenten müssen zu gegebener Zeit einzelne Worte und Passagen unterstrichen werden, um Hinweis in Howards Gedankengänge aufzunehmen. Oft hat man ein solches Dokument bereits gelesen und muss später noch einmal dorthin zurück, um die Hinweise wie Brotkrumen heraus zu picken. Es reicht nicht aus, wenn dem Spieler selber der nächste Schritt klar ist, man muss Howard mit der Nase darauf stoßen.

Fazit: Schaurige Musik, Soundeffekte und Schauplätze sorgen für einen schaurigen Winterabend vor dem PC. Die Spielzeit von ca. 8 Stunden kommt zum Teil dadurch zu Stande, dass man Schauplätze ein zweites oder gar drittes Mal untersuchen muss, da Howard die dort zu findenden Hinweise erst ab einem bestimmten Spielstand in seine Gedankengänge aufnimmt und verwertet. Der Schwierigkeitsgrad dieses Gruseladventure liegt im mittleren Bereich, da es oft nicht ganz einfach ist, die richtigen Gedankengänge miteinander zu kombinieren. Wer sich mal wieder richtig gruseln möchte, kann dies mit "Darkness within – Auf der Jagd nach Loath Nolder" ausführlich tun.
  
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