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     Machinarium

   
verfasst am:    23. Oktober 2009
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
90%
 


Ein kleiner Roboter muss seine Welt retten
"Machinarium" entf√ľhrt dich in eine Welt voller Metall, Roboter und Maschinen. Die Story beginnt auf einem Schrottplatz, auf dem gerade der kleine Roboter Josef abgeladen wird, bzw. seine Einzelteile. Du musst ihn zum Leben erwecken, indem du seinen Rumpf, die Arme und Beine wieder an seinem Kopf anbringst. Sobald Josef wieder ein vollst√§ndiger Mensch, ach Verzeihung Roboter, ist, beginnt auch sein Ged√§chtnis zu arbeiten. Er erinnert sich an merkw√ľrdige, bedrohliche Szenen, hat aber auch sehr fr√∂hliche Erinnerungen an seine Freundin. Was ist wohl mit ihr geschehen. Ist sie auch auf den M√ľll geworfen worden, wie Josef? Ist sie immer noch in der nahegelegenen Stadt? Geht es ihr gut? Josef macht sich auf den Weg in die Stadt. Doch schon am Eingang muss er feststellen, dass die Stadt von einer feindlichen Bruderschaft √ľbernommen wurde und kontrolliert wird. Die gro√üen Roboter kontrollieren das ganze Geschehen in der Stadt und zwingen den Bewohnern ihren Willen auf. Es ist f√ľr Josef gar nicht so einfach Zugang zu erhalten. Er landet dabei sogar im Gef√§ngnis. Doch das alles ist nichts gegen das, was er sehen muss, als er aus dem Gef√§ngnis entfliehen kann. Die feindlichen Roboter haben eine Bombe am Kontrollturm angebracht. Nun r√ľckt Josefs Anliegen, seine Freundin zu finden, in den Hintergrund. Die ganze Stadt ist in Gefahr. Er muss einen Weg finden, zu der Bombe hoch oben am Turm zu kommen und sie entsch√§rfen.

Eine Welt aus Metall
Ganz im metallischen Design pr√§sentiert sich das neue Werk von Amanita Design. Das Entwicklerstudio ist bereits durch die Flash-Games Samorost 1 und 2 bekannt und setzt seinen Erfolgskurz mit "Machinarium" fort. Die Story rund um den kleinen Roboter ist spannend und spa√üig von Anfang bis Ende. Viele Maschinen und Automaten warten darauf erforscht und benutzt zu werden. Nat√ľrlich sind auch Josefs Artgenossen aus Metall. Selbst Tier, wie Hunde, Katzen und M√§use, bestehen aus dem gleichen Material. Die Roboter sind uns Menschen gar nicht so un√§hnlich, denn auch sie lieben ihre Haustiere, umgeben sich gerne mit Blumen und haben im Alter ihre Gebrechen, wodurch manche im Rollstuhl sitzen. Vergn√ľgungsm√∂glichkeiten gibt es genauso, wie bei uns. Doch die Kneipe ist ebenfalls schon von der Bruderschaft mit Beschlag belegt worden, genauso, wie die Musikinstrumente einer Stra√üenband. Roboter besitzen sogar Grundbed√ľrfnisse, wie das Essen und manche von ihnen sind sogar religi√∂s. Josef durchstreift bei seinen Bem√ľhungen die Stadt zu retten deshalb auch eine K√ľche, ein Gew√§chshaus und eine Kneipe.

viele H√ľrden auf dem Weg zum Erfolg
"Machinarium" bietet eine Vielfalt an verschiedenen R√§tseln. Hierbei reicht der Schwierigkeitsgrad von einfach bis schwer. Die meisten R√§tsel sind logisch aufgebaut, doch gibt es auch ein paar Minigames, wie Space-Invaders und eine Abwandlung des bekannten Klassikers "4 Gewinnt". Einige R√§tsel sind mit einem Zufallsgenerator ausgestattet. Ein zeitgesteuertes R√§tsel ist ebenfalls dabei. Neben Space-Invaders, in dem man Raumschiffe abschie√üen muss, gibt es ein weiteres Minigame mit Actionstil. Hier muss Josef sozusagen die Firewall des Superhirns ausschalten und die W√§chter in einem Labyrinth abschie√üen. Die meisten R√§tsel haben uns sehr gut gefallen, doch manche sind schwer zu bew√§ltigen oder geh√∂ren einfach nicht zum Genre Adventure. Das Spiel bietet eine integrierte L√∂sungshilfe, die jedoch bei den zuf√§llig generierten R√§tseln und den Actionr√§tseln versagt. Der Zugang zu dieser L√∂sungshilfe kann ebenfalls nur durch ein Minigame erspielt werden. In jeder Szene kann man sich mit einem Klick auf eine Gl√ľcklampe au√üerdem das Ziel dieser Szene anzeigen lassen. Amanita Design hat auf jeden Fall sehr viel Abwechslung in die R√§tsel gebracht. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, Josef einen Weg von einem Schauplatz zum n√§chsten zu bahnen. Dabei muss er den anderen Bewohnern der Stadt oftmals einen Gefallen erweisen, um einen Gegenstand zu erhalten, der ihm weiterhilft, oder er muss Mitglieder der Bruderschaft austricksen. Metall und Wasser vertr√§gt sich z. b. nicht sonderlich gut. Josef ben√∂tigt also unbedingt den Regenschirm einer Roboterdame. Diese will das kostbare Gut jedoch nur hergeben, wenn ihr geliebtes Haustier wieder zu ihr zur√ľckkehrt. Dies ist nur ein Beispiel von vielen. Der Einfallsreichtum nimmt keine Grenzen. Das Abenteuer wird nie langweilig und ist von vorne bis hinten spannend.

musikalische Untermalung
Die Musik ist einfach klasse. Sie wechselt zwischen sanften, euphorischen und achtsamen Melodien. Entsprechend der jeweiligen Szene begleitet sie Josef durch das komplette Abenteuer. Nachdem Josef den Stra√üenmusikern wieder zu ihren Instrumenten verholfen hat, wird es richtig rockig. Angesteckt von dem fetzigen Rhythmus, beginnt Josef zu tanzen. Wer den kleinen Roboter noch nicht in sein Herz geschlossen hat, als er ihm zu neuem Leben verholfen hat, wird es sp√§testens dann tun, wenn Josef das Tanzbein zu der Musik der Stra√üenband schwingt. Diese Szene muss man sich einfach etwas l√§nger ansehen und anh√∂ren. Die Roboter sprechen eine andere Sprache. Wir verstehen diese nur als Laute, die jedoch niedlich anzuh√∂ren sind. Damit wir jedoch begreifen, was von uns, bzw. Josef verlangt wird, erscheinen Sprechblasen mit Bildern. Josefs Gedanken werden auf die gleiche Weise √ľbermittelt.

Steuerung
Per Point-and-Click wird Josef durch die Roboterstadt gesteuert. An manchen Stellen erscheinen Beine im Bild. Klickt man hier, bewegt Josef sich zu dieser Stelle. Hin und wieder kann er auch auf M√∂belst√ľcke oder Kisten klettern. In solchen F√§llen sind Pfeile neben dem Objekt zu sehen, wenn man die Maus dorthin bewegt. Da unser Held nicht sehr gro√ü, jedoch zu der Gattung der Maschinen geh√∂rt, kann man ihn vergr√∂√üern und verkleinern. Diese n√ľtzliche Funktion ist immer dann hilfreich, wenn Josef sich strecken, um an einen h√∂her gelegenen Gegenstand heran zu reichen oder sich ganz klein machen muss, um an etwas auf dem Boden liegenden heranreichen will. Das Inventar befindet sich am oberen Bildschirmrand. Hier werden eingesammelte Gegenst√§nde gelagert und k√∂nnen sogar miteinander kombiniert werden. Da die Inventarleiste einen schwarzen Hintergrund hat, sind manche Objekte nur sehr schwer dort auszumachen. Schwarze Fliegen z. b. sind so gut wie nicht sichtbar. Man kann nur erkennen, dass an dieser Position etwas liegt, wenn man mit der Maus dar√ľberf√§hrt, denn bei einem Objekt √§ndert sich der Mauscursor. Das Spiel kann zwar zu jeder Zeit gespeichert werden, doch gibt es nur wenige Speicherpl√§tze. Spieler sind zudem auf sich selber angewiesen, denn die Speicherst√§nde werden in Flash abgelegt und k√∂nnen nicht zwischen Spielern ausgetauscht werden.

Fazit
Den kleinen Josef muss man einfach in sein Herz schlie√üen. Er ist so niedlich, dass man ihn gleich adoptieren m√∂chte. Die Grafik ist komplett auf die Story abgestimmt und passt perfekt. Das gleiche gilt f√ľr die atmosph√§rische Hintergrundmusik und auch die Verpackung, die sich im elegant metallisch gl√§nzenden Look pr√§sentiert. Die Box h√§lt noch einige √úberraschungen bereit, denn neben dem Spiel "Machinarium" werden der Original-Soundtrack, ein gro√ües Poster und das Spiel "Samorost 2" mitgeliefert. Die R√§tsel in der metallischen Welt. sind abwechslungsreich und vielf√§ltig. Leider gibt es ein paar R√§tsel, die nicht dem Genre Adventure zugeordnet werden k√∂nnen oder, die zeitgesteuert sind. Da sie zus√§tzlich per Zufall generiert sind, gibt es keine Hilfe hierzu. Selbst Speicherst√§nde k√∂nnen nicht untereinander ausgetauscht werden. Wer die Herausforderung wagt, wird jedoch ein tolles Abenteuer erleben und viele Stunden Spa√ü haben. Mir hat "Machinarium" auf Anhieb sehr gut gefallen. Josef ist einfach zum knuddeln. Hilfst auch du ihm seine Welt und seine Freundin zu retten? Dann nichts wie auf in die Stadt der Roboter!
  
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