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     Runaway 3 - A Twist of Fate

   
verfasst am:    08. November 2009
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
100%
 


Rückblick
Im letzten Teil der Serie wollten Gina und Brian Urlaub auf Hawaii machen, als das Flugzeug, das sie auf die Insel Mala bringen sollte, abstürzte. Gina fiel dabei in den See von Mala. Brian machte sich nach einer Bruchlandung auf die Suche nach ihr. Dabei stieß er auf ein Militärlager, das von Colonel Kordsmeier geführt wurde. Angeblich wusste dort niemand etwas von Gina, doch Brian traute Kordsmeier nicht und verschaffte sich Zugang zu dem Lager. Schnell fand Brian heraus, dass Kordsmeier keine so reine Weste hatte, wie es sich für einen hochrangigen Offizier gehört und auch Kordsmeiers Stellvertreter schien nicht immer mit den Handlungen seines Vorgesetzen einverstanden zu sein. Unvorstellbare Dinge gingen an diesem Ort vor sich...

Brian, ein Mörder?
Inzwischen ist einige Zeit vergangen, die für Brian nicht sonderlich gut verlaufen ist. Kordsmeier ist tot. Brian soll ihn ermordet haben. Doch Brian kann sich an nichts erinnern. Aus diesem Grund wird er in die Happy Dale Anstalt für geistig Kranke eingewiesen, anstatt ins Gefängnis zu wandern. Natürlich will er aus der Anstalt fliehen, doch seine Flucht endet in einer Katastrophe. Gina erhält einen Anruf von einem Aufseher. Brian ist bei seinem Fluchtversuch ums Leben gekommen. Gina kann es nicht fassen. Ihr Brian ist tot. Der Mann, der sie vor der Sandretti Mafia gerettet hat... Der Mann, der mit ihr nach Hawaii geflogen ist... Wie konnte es nur so weit kommen...?

Vergangenheit und Gegenwart vereint
Im Laufe des Spiels werden die Ereignisse rekonstruiert, denn Gina lernt Brians Freund aus der Anstalt kennen, der ihr einiges über Brians letzte Tage erzählen kann. Doch nicht nur die jüngsten Ereignisse werden noch einmal zusammengefasst. Die Stories aus Runaway 1 und 2 werden ebenfalls aufgefrischt. Schritt für Schritt reisen wir in der Zeit zurück und gleichzeitig vorwärts. Wie das funktioniert? Ganz einfach! Durch die Erzählungen von Gabbo erleben wir einen Rückblick auf Brians Tage in der Anstalt und steuern dabei Brian selber. Durch die Hypnosesitzung bei Dr. Bennett erhält der Spieler einen Einblick in die Geschehnisse aus Runaway 2. Die Pendulo Studios haben außerdem gekonnt einen Drehbuchautor als Charakter eingebunden, durch den wir einen Teil der Story aus Runaway 1 auffrischen können. Wir kehren aber auch immer wieder in die Gegenwart zurück und dürfen hier erstmals Gina als Hauptperson durch die Geschichte führen. Sie will Brians Unschuld beweisen und herausfinden, was wirklich auf Mala geschehen ist. Der Psychologe Dr. Bennett, in dessen Rolle wir kurzweilig springen, um Dialoge zu führen, steht ihr dabei zur Seite. An dieser Stelle wollen wir nicht mehr verraten. Lasst euch überraschen, denn die Story hält viele Verwicklungen und Wendungen bereit.

Satter Humor vs. ernste Story
Es wurde immer wieder betont, dass Runaway 3 - A Twist of Fate eine ernste Story besitzt. Mord, Selbstmord, Verschwörung, tödliche Unfälle, Killer, etc. All das hört sich auch nach einer sehr ernsten Geschichte an. Doch wenn man die Umsetzung betrachtet, bleibt nicht mehr viel Ernstes übrig. Brians Aufenthalt in der Irrenanstalt mag für ihn selber sehr ernst sein, doch die übrigen Insassen sind oft so komisch, dass die verfahrene Lage unseres Helden oft nebensächlich wird. Mr. Hollister hält eine Tischtennisplatte für ein Auto. Mr. Nice steht stundenlang mit einem Schild im Gemeinschaftsraum und wartet, dass ein Auto anhält und ihn mit nimmt. Marcelo steigt mit Vorliebe in unsichtbare Kisten und faltet sich selber dort zu einem kleinen Paket zusammen. Quickle gibt zu jedem Thema lautstark seinen Unmut kund und auch die Angestellten der Anstalt scheinen nicht ganz normal zu sein. Ernie z. b. ist ein fanatischer Fan von Elvis und kann den Mechaniker Chuck überhaupt nicht leiden. Doch auch außerhalb der Anstalt ist es schwer zu entscheiden, wer normal ist und wer nicht. Gina begegnet einer Wissenschaftlerin, die sich mit Parapsychologie beschäftigt. Diese ist fest davon überzeugt, dass sie das Einverständnis der Hauptgeister eines Friedhofs einholen muss, um sich mit den anderen Bewohnern der letzten Ruhestätte unterhalten zu dürfen. Ein Kellner hält sich für einen Schauspieler... Die Liste ist endlos. Es gibt nur wenige Charaktere bei denen man klar festlegen kann, dass sie „normal“ sind. Hinzu kommen die dummen Sprüche von Brian und Gina. Kurzum, es ist unmöglich bei diesem Abenteuer ernst zu bleiben.

Premiere eines neuen Hilfesystems
Seit wann gibt es eigentlich Hilfesysteme und wer hat sie erfunden? Früher mussten wir ohne auskommen, was der Fangemeinde der Adventure nicht geschadet hat. Heute gibt es Hotspots und Notizbücher, die meist auf jede Frage eine Antwort kennen und das Spielen und Rätseln fast schon überflüssig machen. Grund hierfür sind wohl die Spieler, die nur hin und wieder einmal in eine Adventure hineinschauen und denen die Abenteuer ohne Hilfefunktionen zu schwer sind. Auch Runaway 3 - A Twist of Fate verfügt über Hotspots und ein Hilfesystem. Doch erleben wir beides in einer anderen Art und Weise. Die Hotspots machen es dem Spieler nicht ganz so leicht, wie in anderen Spielen. Der Spieler kann sich Objekte über eine Menüleiste am oberen Bildschirmrand oder mit der Taste F2 anzeigen lassen. Die Grafik verliert dann etwas an Farbe. Augen und Pfeile erscheinen im Bild an allen interessanten Objekten und Ausgängen. Man kann diese jedoch nicht anklicken, sondern muss das „Hotspot-Menü“ erst wieder verlassen. Die Idee ist super, denn auf diese Weise erhält der Spieler Hinweise, muss seinen Kopf jedoch trotzdem noch gebrauchen, um zu behalten, wo die markierten Punkte liegen. Das Hilfesystem, welches mit der Taste F1 oder ebenfalls über die Menüleiste aufgerufen werden kann, ist bisher einzigartig. Wer nach dem Aufruf ein Notizbuch erwartet, wird sich wundern, denn eine Video öffnet sich, in dem der Spieler von Mr. Pendulo persönlich mit Bild und Ton einen Tipp erhält. Diese Tipps sind nicht direkt die Lösung des Rätsels, jedoch schon ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl. So erzählt Mr. Pendulo z. b. etwas über Ikea. Der Spieler muss selber auf die Idee kommen, dass Ikea und Schweden zusammengehören. Humor wird auch in diesem, bisher einzigartigen Hilfesystem groß geschrieben!

Rätsel und Gameplay
Wie schon in den Vorgängern, müssen wir auch in Runaway 3 keine wirklichen Rätsel lösen. Es geht wieder darum die richtigen Dinge einzusammeln, am richtigen Ort anzuwenden oder zu kombinieren. Natürlich ist wieder der Einfallsreichtum der Spieler gefragt. Doch schaut man sich alle Objekte gründlich an und hört aufmerksam zu, erhält man genügend Tipps. Das Hilfesystem ist dadurch eigentlich nicht erforderlich. Es ist jedoch so toll gemacht, dass man in Versuchung gerät auch dann hinein zu schauen, wenn man keine Hilfe benötigt. Per Point-and-Click werden Brian und Gina gesteuert. Wie schon erwähnt, können auch das Hilfesystem und die Hotspots per Point-and-Click aufgerufen werden. In dieser Menüleiste gibt es zusätzlich noch ein Journal mit kleinen Videosequenzen der bisherigen Ereignisse. Dort kann das Spiel ebenfalls zu jeder Zeit gespeichert, geladen und verlassen werden. Alle Punkte aus der Menüleiste sind zusätzlich durch F-Tasten oder die Tab-Taste aufrufbar. Es dürfte also für jeden Spieler das richtige Gameplay dabei sein.

deutlich verbesserte Grafik und toller Sound
Wie ihr sicherlich bereits auf den veröffentlichten Screenshots und in den Trailern gesehen habt, ist die Grafik nicht nur besser geworden, sondern inzwischen hervorragend. Unzählige Schauplätze warten darauf erforscht zu werden. Gina muss eine geräumige Waldhütte und die Umgebung durchsuchen. Auch die Wohnung von Dr. Bennett ist Schauplatz des Geschehens. Dabei muss man sich erst einmal über eine weitläufige Hintergasse und abbruchreife Häuser Zugang verschaffen. Wir kehren ebenfalls noch einmal ins Militärlager auf Mala zurück. Jeder Schauplatz der Comic-Grafik ist mit liebevollen Details ausgestattetet. Zahlreiche Animationen sorgen für Lebendigkeit. Jeder Charakter ist einzigartig. Kein „Schauspieler“ muss sich vor einer Nahansicht verstecken. Mr. Hollisters Bartstoppeln sind genauso gut zu erkennen, wie Miss Palmers Muttermal oder Ernies Wut verzerrtes Gesicht. Doch hier hört der grafische Anspruch noch nicht auf. Betrachtet man Gegenstände im Inventar, werden sie in 3D-Ansicht gezeigt und gedreht, sodass der Spieler sie von allen Seiten betrachten kann. Die Synchronstimmen passen perfekt zum jeweiligen Charakter. Die unterschiedlichsten Persönlichkeiten begegnen uns, was auch durch die Sprachausgabe deutlich wird. Auch die Hintergrundmusik hat uns gut gefallen. Passende Soundeffekte runden das Erlebnis ab.

Fazit
„Runaway 3 – A Twist of Fate“ ist eindeutig der beste Teil der Serie. Dies trifft nicht nur auf die Grafik und den Sound zu, sondern auch auf Story, Spannung und Humor. Die Story besitzt soviel Witz, dass man sich am Ende wirklich fragt, wer von den Charakteren eigentlich in eine Anstalt gehört und wer nicht. Es ist den Pendulo Studios gelungen auch die beiden Vorgänger „Runaway 1 – A Road Adventure“ und „Runaway 2 – The Dream of the Turtel“ gekonnt erneut in Szene zu setzen. Mehr als eine Wendung werfen die Vermutungen der Spieler bezüglich der Vorkommnisse immer wieder über den Haufen. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Ein einmaliges Hilfesystem verleitet auch Profis der Adventure-Szene dazu, einen Blick hinein zu werfen, denn es schließt sich nahtlos in Punkto Grafik und Humor an das eigentliche Spiel an. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels liegt zwischen leicht und mittelschwer. Die Spielzeit beträgt 15 bis 20 Stunden, je nachdem wie geübt die Spieler sind und wie oft sie die eingebauten Hilfen benutzen. Soll dies wirklich das Ende der Runaway-Serie sein? Hoffentlich nicht!

  
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