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     Yoomurjak's Ring

   
verfasst am:    02. April 2010
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
60%
 


Eine Reise in die Vergangenheit
Jonathan Hunt ist der Enkel von Samuel Hunt, den einige sicher bereits aus der Serie "Agon" kennen. Jonathans Mutter stammt aus Ungarn, doch sein Vater ist Engländer. Gemeinsam wanderte die Familie nach Amerika aus, wo Jonathan später einen Job als Journalist bei der New York Times bekam. Doch seit dem Tod seiner Mutter, scheint ihn seine Arbeit nicht mehr auszufüllen. Hinzu kommen Streitigkeiten in seiner momentanen Beziehung. Da Jonathans Mutter immer von ihrer Heimat geschwärmt hat, beschließt Jonathan, nach Ungarn zu reisen. Es zieht ihn jedoch nicht in die Hauptstadt, sondern in die kleine Stadt Eger. Von seinem Großvater hatte Jonathan einst ein Buch geschenkt bekommen: "Sterne von Eger". In diesem Buch wird die Geschichte um die Schlacht von Eger zwischen den Ungarn und den Türken erzählt. Die Hauptperson war Yoomurjak, der der türkischen Legion angehörte. Doch das Buch alleine ist nicht der Grund für Jonathans Reise, denn in dem Buch lagen zwei Briefe, die Samuel Hunt von einem gewissen Abray bekommen hat. In diesen Briefen ist von der Entwicklung einer Zeitmaschine die Rede. Die Neugier treibt Jonathan somit nach Eger. Dort hofft er, Amerika und seinem bisherigen Lebensstil den Rücken kehren und ein neues Leben beginnen zu können. Nach seiner Ankunft in Eger versucht er gleich etwas über Abray herauszufinden. Dabei trifft er auf einen alten Mann, der vorgibt ein Nachfahre von Abrays Lehrling zu sein. Auch er besitzt einen Brief, den Samuel Hunt an Abray geschickt hat. Mihaly Jambor ist sogar der festen Überzeugung, dass die Zeitmaschine gebaut wurde und sogar funktionierte, denn es gab einen Unfall in Abrays Labor, bei dem der Großvater von Mihaly angeblich getötet wurde. Da jedoch nie eine Leiche gefunden wurde, geht Mihaly davon aus, dass sein Großvater nicht gestorben ist, sondern die erste Zeitreise der Menschheit unternommen hat und nie zurückkehrte. Bevor Jonathan sich die Beweise für diese Behauptungen ansehen kann, verstirbt Mihaly an Herzversagen. Sein Erbe an Jonathan sind die von Mihaly gesammelten Unterlagen. Nun ist Jonathan der einzige, der von den damaligen Ereignissen Kenntnis hat. Er versucht dem Mysterium auf den Grund zu gehen, indem er alte Gebäude untersucht, die noch aus der Zeit der Türken stammen. Wird es ihm gelingen hinter das Geheimnis zu kommen?

Grafik und Sound
Bisher gibt es dieses Spiel lediglich mit englischem Untertitel und ungarischer Sprachausgabe. Die Untertitel laufen ziemlich schnell ab, sodass man den Text hin und wieder kaum zu Ende lesen kann. Doch hier hilft Jonathans Tagebuch meistens weiter, denn fast jeder Dialog wird dort eingetragen und kann nachgelesen werden. Leider gibt es auch Stellen, an denen der Dialog nicht komplett festgehalten wird. Außerdem werden Jonathans Gedanken, die er uns hin und wieder mitteilt, nicht eingetragen. Ich verstehe zwar kein Ungarisch, doch haben mir die Synchronstimmen gut gefallen. Die Emotionen der Charaktere wurden durch den Tonfall treffend wiedergegeben. Das Spiel kommt meist ohne Hintergrundmusik aus. Lediglich die Sequenzen sind von einem Titelsong in verschiedenen Variationen unterlegt. Doch dieses eine Lied hat mir sehr gut gefallen und ist durchaus ein Song, den man sich auch gerne anhört, ohne das Adventure zu spielen. Grafisch haben die Private Moon Studios auf Realität gesetzt. Leider ist dies nicht so gut gelungen. Oft ist die Grafik der Schauplätze unscharf. Auch die Zwischensequenzen sind meist pixelig. Die Schauplätze sind zwar Originalschauplätze, doch sind sie oft ziemlich trostlos. Die realen Charaktere sind während der Dialoge sehr schön anzusehen, doch sobald der Dialog beendet ist, bleiben sie wie versteinert stehen oder sitzen. War ihre Miene während des Dialogs noch freundlich, so setzen sie nach Beendigung eher eine missmutige Miene auf, die nicht gerade einladend wirkt.

Gameplay
Mit gedrückter Maustaste bewegt man sich in der 1st-Person-Perspektive durch das Geschehen. Leider führt dies zu unnötigen Suchaktionen. Es gibt zu viel Umgebung und zu wenig Aktionsmöglichkeiten. Das Spiel bietet zwar eine Karte, über die man sich schnell von Schauplatz zu Schauplatz bewegen kann, doch kann diese Karte nur außerhalb der Gebäude benutzt werden. Da man oft vier Klicks und mehr benötigt, um im Gebäude selber zum Ziel, z. b. einer Person, zu gelangen, sind die Laufwege trotz Karte einfach zu lang und unnötig. Hinzu kommt, dass dadurch die Suche nach eventuell relevanten Objekten erschwert wird. Diese Art von Steuerung habe ich als künstliche Spielverlängerung empfunden, die den Spielspaß erheblich dämpft. Neben dem Notizbuch gibt es natürlich auch ein Inventar, in dem Gegenstände gelagert werden können.

Rätsel
Die Rätsel des Spiels haben mir gut gefallen. In diesem Bereich haben die Private Moon Studios Abwechslung herein gebracht, zumal manche Rätsel gar nicht mal so einfach zu lösen sind. Hier ist es meistens jedoch wichtig, dass man die englische Sprache beherrscht. So muss z. b. ein Text ins Englische decodiert werden. Bei einem anderen Rätsel muss an Hand eines Gedichtes ein Wappen nachgezeichnet werden, welches jedoch ziemlich kitschig wirkt. Je weiter man sich dem Ende des Spiels nähert, desto mehr häufen sich die Rätsel.

Fazit
"Yoomurjak's Ring hat mich grafisch und das Gameplay betreffend an die "Carol Reed"-Serie erinnert. Auch hier wird auf Realgrafik gesetzt und ein Gameplay, das viel zu viel Spielraum lässt, verwendet. Der Spieler wird die meiste Zeit damit beschäftigt, Räumlichkeiten zu untersuchen, in denen es keinen einzigen relevanten Gegenstand gibt, ja, die noch nicht einmal für den Spielfortschritt von Bedeutung sind. Es ist verständlich, dass man dem Spieler die Stadt Eger und ihre Umgebung mit diesem Spiel näher bringen will, doch hätte man dann auch Beschreibungen zu allen Objekten einfügen müssen, die Jonathan betrachten kann. Meistens gibt Jonathan keinen Ton von sich, wenn man in die Nahansicht gelangt. Der Spieler weiß dann noch nicht einmal, ob das Objekt relevant ist oder einfach nur Zierrat. Da die Karte nur außerhalb von Gebäuden verwendet werden kann, sind die Laufwege trotzdem viel zu lang und umständlich. Die Rätsel sind ein großer Pluspunkt, denn sie sind abwechslungsreich und gut durchdacht. Auch der Titelsong hat mir sehr gut gefallen. Die Story ist spannend und gut erzählt, hätte jedoch besser umgesetzt werden können. Die "Agon"-Reihe des Entwicklerstudios hat mir bisher weitaus besser gefallen.
  
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