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     A New Beginning

   
verfasst am:    14. Oktober 2010
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
80%
 


Ist die Umweltkatastrophe noch aufzuhalten?
In nicht allzu ferner Zukunft steht die Erde kurz vor der Zerstörung. Die Menschen leben in Bunkern und versuchen mit allen Mitteln der Katastrophe zu entkommen. Zu diesen Menschen gehören auch Fay, Nigel, Salvador, Delvin und Quadi. Eine Evakuierung kommt nicht in Frage, so bleibt nur noch der Phönix-Plan. Dieser Plan beinhaltet eine Zeitreise. Alle Zeitreisepiloten werden gleichzeitig auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt um herauszufinden, was für die Klimakatastrophe verantwortlich ist und, wie sie verhindert werden kann. Jedes Team wird an einen anderen Punkt der Erde gesandt, jedoch alle in dieselbe Zeit. Als Fay mit ihrem Partner Nigel in der Vergangenheit ankommt, ist die Stadt bereits völlig zerstört. Alle Gebiete, in denen die Teams gelandet sind, wurden entweder überflutet, von einem Sturm erfasst oder durch eine andere Umweltkatastrophe völlig zerstört. Nigel findet schließlich die Ursache für die Katastrophe heraus. Da eine Zeitkapsel nur zwei Sitze hat, reisen Fay und Salvador weiter in die Vergangenheit. Hier wollen sie auf einer Klimakonferenz dafür sorgen, dass die Kraftwerke abgeschaltet und eine alternative Energiequelle aufgetan wird. Doch es ist gar nicht so einfach, die Verantwortlichen zum Zuhören zu bewegen und noch schwieriger ist es, den Forscher zur Mitarbeit zu bewegen, der diese alternative Energie entdeckt hat. Bent Svensson ist nämlich ein Wissenschaftler, der sich auf Anraten seiner Ärzte in den Ruhestand begeben hat. Bent war immer der Meinung, dass er die Welt retten müsse, was dafür gesorgt hat, dass er nur für seine Arbeit lebte. Jetzt, wo er im Ruhestand ist und man ihn endlich davon überzeugt hat, dass er nicht für das Schicksal der Welt verantwortlich ist, kommt eine junge Frau daher und erzählt ihm wieder genau das Gegenteil: nur Bent kann die Welt noch retten! Zu allem Überfluss behauptet sie auch noch, aus der Zukunft zu kommen...

Zwei spielführende Charaktere
Wir befinden uns zunächst in der Zeit von Bent Svensson, als Fay mit einem Hubschrauber landet und Bent versucht zu überzeugen. Von da an, wandern wir in die Zukunft, denn Fay erzählt Bent nun ihre Geschichte und, wie sie in der Vergangenheit gelandet ist. Immer wieder kehren wir in die aktuelle Zeit von Bent zurück und erleben, per Comic-Strips, wie Bent auf die Erzählungen reagiert. Irgendwann laufen beide Zeiten natürlich auf einem Punkt zusammen, dem Punkt, an dem Fay bei Bent ankommt. Per Point-and-Click bewegt der Spieler sowohl Fay, als auch Bent durch das Geschehen. Der Wechsel zwischen der spielführenden Charaktere geschieht automatisch, sodass manche Kapitel aus der Sicht von Fay und mache aus Bents Perspektive gespielt werden. Beide müssen jedoch mit den Dingen zurechtkommen, die sie in ihrer Zeit finden, was für Fay manchmal nicht so einfach ist, denn ihr sind die gebräuchlichen Gegenstände aus der Vergangenheit, wie eine Schallplatte, weniger bekannt. Die Dinge werden im Inventar gesammelt, welches mit einem Klick der rechten Maustaste am unteren Bildschirmrand geöffnet werden kann. Dort können sie ggf. auch miteinander kombiniert werden. Klickt man ein Objekt an und hält man die Maustaste gedrückt, werden dem Spieler die möglichen Aktionen angezeigt. Manchmal kann man Dinge nur ansehen, doch oft sind auch andere Aktivitäten möglich. Diese beschränken sich nicht auf das einfache Benutzen und Nehmen, sondern können die Anweisung "durchsuchen", "aktivieren", "verknoten", "auseinandernehmen", etc. enthalten, was von dem jeweiligen Gegenstand abhängt. Diese Wahlmöglichkeiten beziehen sich auch auf die Inventargegenstände. Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig, denn selten muss man in einem Adventure die Maustaste gedrückt halten, um eine Aktion auszuwählen.

Rätsel und Aufgaben
Die Ziele sind eigentlich klar gesteckt, doch die Wege dorthin nicht immer so deutlich erkennbar. Hin und wieder ist es sowohl für Fay, als auch für Bent nicht ganz so einfach die gesteckten Aufgaben zu erledigen. Obwohl die Lösungen immer logisch sind, muss der Spieler oft genug genau nachdenken und vor allem genau zuhören, um zum Ziel zu gelangen. Hier hilft es, sich alles genau anzusehen und mit jedem ausführlich zu sprechen. Ein wenig Fantasie kann ebenfalls nicht schaden. Hin und wieder hätte ich mir ein paar mehr Informationen gewünscht, wie z. b. beim Einbau des Rotfilters in den Plasmabohrer oder bei der Kontaktaufnahme zu Salvador im Konferenzgebäude. Neben den manchmal etwas kniffligen Aufgaben, hat Daedalic auch Rätsel integriert, die einfallsreich, aber nicht zu schwer sind.

Wechsel zwischen Optimismus und Hoffnungslosigkeit
Die Grafik spiegelt deutlich die ziemlich hoffnungslose Situation wieder. Vor allem in Fays Zeit gleicht die Erde nur noch einer Wüste der Zerstörung. In der Vergangenheit sieht es da schon anders aus, denn hier stehen noch Bäume und Pflanzen. Doch auch in Bents Zeit ist nicht alles so rosig, was grafisch deutlich durch gedämpfte Farben und vor allem Brauntöne wiedergegeben wird. Der Spieler besucht die unterschiedlichsten Schauplätze, was nicht nur mit dem Wechsel der Zeiten zu tun hat. Er durchstreift das weitläufige Gebäude der Klimakonferenz und muss sich im beengten Raum eines Hubschraubers zurechtfinden. Bents derzeitiges zu Hause, eine Hütte am See, ist ebenfalls kurze Zeit Schauplatz des Geschehens. All dies scheint wenig Platz für positives Denken zu lassen, gäbe es da nicht die Hintergrundmusik, die ein gutes Stück Hoffnung ausdrückt und scheinbar neuen Lebensmut gibt. Die Hintergrundgrafik und auch die Charaktere sind im Comic-Stil gehalten. Die Charaktere an sich sind so verschieden, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Dies wird nicht nur grafisch deutlich, sondern auch durch die gut gelungenen Synchronstimmen. Während Fay jung, hoffnungsvoll und voller Motivation ist, scheint Bent jede Hoffnung verloren zu haben. Zu viele Tiefschläge musste er in seinem bisherigen Leben einstecken, die er teilweise selbst zu verantworten hat. Salvador hingegen wird ebenfalls von irgendetwas angetrieben. Allerdings hat man bei ihm von Anfang an das Gefühl, als würden nicht immer ehrenhafte Motive dahinter stecken. Die Liste kann endlos fortgeführt werden. Jeder Charakter besitzt andere Wesenszüge, die auch durch die Synchronstimmen deutlich zum Vorschein kommen.

Fazit
Mit "A New Beginning" greift Daedalic ein "Was wäre wenn" Szenario auf, das durchaus zum Nachdenken anregen kann. Doch gleichzeitig bietet das Hamburger Entwicklerstudio allen Adventure-Fans ein schönes Abenteuer mit einer überraschenden Wendung. Durch den ständigen Zeitwechsel bleibt die Story von Anfang bis Ende spannend. Auch wenn es sich um ein ernstes Thema handelt, so gibt es von Zeit zu Zeit humorvolle Passagen, die durch die ein oder andere witzige Charaktere unterstützt werden. Die Comic-Grafik gibt überwiegend eine trostlose Atmosphäre wieder, während die Hintergrundmusik ein Hoffnungsschimmer am Horizont darstellt. Bei den Charakteren hätte ich mir ein wenig flüssigere Bewegungen gewünscht, denn manchmal geht z. b. Fay etwas steif. Auch bei den zu erfüllenden Aufgaben hätte ab und zu eine kleine zusätzliche Information nicht geschadet. Die Mängel sind jedoch alle nicht weiter tragisch, denn "A New Beginning" ist ein tolles Abenteuer, das es sich zu erleben lohnt!
  
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Kommentare

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Autor Kommentar
CumbachIsACity Titel: Ersteindruck: sehr gut verfasst: 17. Okt 2010

registriert: 07. Dez 2009

Ich habe mir den offiziellen Trailer zum Game voller Begeisterung angeschaut, dieser lief sogar im Kino! oh

Natürlich war ich schwer begeistert von dieser Liebe zum Detail und der durchaus interessanten Story. Besonders aufgefallen ist mir aber der megastarke Soundtrack - den wollte ich sofort haben! baehfreundlich

Schließlich habe ich mir dieses Adventure bei Amazon bestellt. Ich habe es nun auch schon in meinem Regal stehen. Die beiliegende Soundtrack-CD wurde selbstverständlich bei mir als allererstes eingelegt - traumhaft! augenrollen

Mal sehen wann ich Zeit finde diesen überaus spannenden, dramatischen und vielseitigen Öko-Thriller zu spielen...

Danke für dieses Review, liebe Nikki! Du hast ein Talent für so etwas. grinsen

Liebe Grüße, CumbachIsACity

---

Life is short, 'nough said.

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Autor Kommentar
Dablona verfasst: 20. Okt 2010
Dablona's Avatar

registriert: 09. Sep 2010

Also erst einmal, Respekt für diesen tollen Bericht. Liest sich wirklich sehr angenehm.

Das Spiel selbst klingt eigentlich ziemlich interessant, vor allem die Comic-Grafik, die ich mir bei Google angesehen habe, spricht mich deutlich an. Ganz besonders aber finde ich das Setting, welches un wirklich noch recht frisch und unverbraucht ist, wieso eigentlich? Eigentlich ist Umweltschutz doch seit Jahren groß im Kommen.

Egal, das Spiel wird mir sicherlich den einen oder anderen Herbstabend versüßen. Danke also noch einmal für den Bericht :)

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