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     Alpha Polaris

   
verfasst am:    09. Juni 2011
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
80%
 


Ein Naturphänomen und seine Auswirkungen!?
Rune Knudson ist Biologe, Bergsteiger und Philanthrop. Er wurde zur Forschungsstation Polaris versetzt, die von einer Ölbohrfirma erbaut wurde und betrieben wird. Hier will er Eisbären erforschen, was natürlich ganz und gar nicht zu der eigentlichen Aufgabe der Station passt. Doch Rune scheint sich gut mit den anderen Forschern zu verstehen, vor allem mit Nova Anawak, der Mikropaläontologin. Eines Morgens wird Rune von Tully Crean geweckt, der einen Eisbären gesehen hat. Rune betäubt den Eisbären und steckt ihn dann in einen Käfig, um dessen Zahnentzündung zu behandeln. Etwa zur gleichen Zeit findet Al Schaumann bei einer Probebohrung in einer Gletscherspalte Öl. Doch dies ist nicht sein einziger Fund. In einer Gletscherhöhle, die an diese Spalte angrenzt, hat er menschliche Knochen und auf Leder gezeichnete Symbole gefunden. Es scheint sich fast um einen normalen Tag auf einer Polarstation zu handeln. Doch in der Nacht zieht ein Polarsturm auf. Ist dieser Sturm an den Alträumen schuld, die Rune in der folgenden Nacht plagen? Auch Tully träumt so heftig, dass er panische Angst bekommt. Am nächsten Morgen ist dann auch noch der Eisbär verschwunden. Blutspuren deuten an, dass er sich bei seinem Ausbruch schwer verletzt hat. Zu allem Überfluss fällt auch noch das Funkgerät aus, sodass die Station komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist. Können Polarlichter wirklich solche Auswirkungen haben oder steckt mehr hinter den immer merkwürdiger werdenden Vorkommnissen?

Die Arbeit eines Eisbärforschers
Alpha Polaris ist ein klassisches Point-and-Click-Adventure, das in der 3rd-Person-Perspektive gespielt wird. Der Spieler übernimmt die Rolle von Rune, dem Außenseiter auf der Station mitten im eisigen Nirgendwo, und erlebt mit ihm gemeinsam vier Tage und Nächte, die Rune in seinem Leben nicht mehr vergessen wird. Der Tag beginnt meist mit einem Weckruf von Tully. Dadurch erhält man gleichzeitig eine Aufgabe. Man sieht sich auf der Station nach nützlichen Dingen um. Doch das warme Netz muss jeden Tag mindestens einmal verlassen werden, denn manche Dinge kann man nur im Außenbereich der Station erledigen. Um schneller den Schauplatz zu wechseln kann man einen Doppelklick mit der linken Maustaste ausführen. Das Inventar befindet sich in Form eines Rucksacks am unteren Bildschirmrand. Der Spieler kann wählen, ob der Rucksack automatisch wieder geschlossen werden soll oder per Hand. Die darin befindlichen Gegenstände können nicht nur auf andere Objekte angewendet, sondern auch mit einander kombiniert werden. In diesem Rucksack liegt zudem ein Notizbuch mit nützlichen Informationen bereit. Diese helfen bei den Rätseln weiter. Doch sollte man sich auch alles andere in der Station ansehen, denn manche Informationen findet man in belanglosen alltäglichen Dingen. Die Rätsel, von denen es wenige gibt, sind nicht allzu schwer. Meistens sind sie nicht auf herkömmliche Art und Weise gestaltet: Der Spieler muss Bezeichnungen für Symbole über seine Tastatur per Hand eingeben. Auf diese Weise stellt der Entwickler sicher, dass er sich die Mühe mit den liebevoll gestalteten Notizen nicht umsonst gemacht hat. Hauptaufgabe ist es jedoch, Rune bei seiner Arbeit auf der Station zu helfen..., naja, zumindest bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, denn dann ändern sich die Prioritäten.

Ein Hort der Wärme oder doch eher Horror im Eis?
Die Polarstation besteht aus Schlafräumen für die Mitarbeiter, einem Wohnzimmer, einer Küche, der Lobby, Garage, dem Keller und einem Labor sowie dem weiträumigen Außenbereich. Dass man es sich mitten im ewigen Eis gemütlich machen und sein "Heim" gleichzeitig zweckmäßig einrichten kann, beweist Entwickler Turmoil mit einer sehr schönen und ansprechenden Grafik. Die Räumlichkeiten sind mit vielen Details ausgestattet, die nicht immer zum Fortschritt der Story dienlich sind, jedoch dem Spieler das Gefühl geben, dass hier Menschen leben! Zusätzlich gibt es auch noch eine Welt außerhalb der Station. Auch sie wurde wunderschön und detailreich dargestellt. Im Laufe des Abenteuers ändert sich die Atmosphäre innerhalb des Teams, was man bereits an der Darstellung der Locations und den darin befindlichen liebevoll arrangierten Kleinigkeiten erkennen kann. Mit einer tollen Hintergrundmusik und fantastischen Soundeffekten wird zusätzlich für das richtige Flair gesorgt und die Spannung mit jedem Tag und jeder Nacht erhöht. Das Zusammenspiel aus Grafik und Sound sorgt für so manche Schrecksekunde und das richtige Gruselgefühl. Bei den Zwischensequenzen trifft der Spruch zu: "In der Kürze liegt die Würze". Sie sind selten lang, dafür jedoch umso effektiver, um die Spannung weiter zu erhöhen und dem Spiel Wendungen zu geben, die vom Spieler nicht erwartet werden.

Wer ist Freund und wer ist Feind?
Das Adventure kommt mit recht wenigen Charakteren aus. Neben den vier Forschern, die auf der Station leben, gesellt sich ab einem bestimmten Zeitpunkt noch der Sohn des Chefs hinzu und natürlich unser Eisbär. Auch die Charaktere sind nicht nur schön anzusehen, sondern bewegen sich auch flüssig und natürlich. Während der Dialoge tritt der Sprechende in den Vordergrund, sodass wir ihn in einer Nahaufnahme bewundern können. Dabei verweilen sie nicht in einer bestimmten starren Haltung, sondern ändern je nach Gefühlslage ihre Körperhaltung und Mimik. Die Personen wurden mit Synchronstimmen ausgestattet, die zum jeweiligen Charakter passen. Aber nicht nur die Stimmen an sich sind treffend gewählt, sondern die Dialoge so eingesprochen, dass man den Personen das Gesagte auch abkauft. Al z. b. spricht mit einem väterlichen Tonfall, schließlich ist er der Älteste und arbeitet schon lange im ewigen Eis. Die Dialoge enthalten meist wichtige und interessante Details, die in gut gewählte Gespräche verpackt wurden. Sie sind nicht zu lang und nicht zu kurz.

Fazit
Alpha Polaris steht kurz vor der Fertigstellung. Daher durften wir bereits das komplette Abenteuer in Augenschein nehmen. Mit einer Mischung aus Mystik und Horror wird die Spannung bis zur letzten Szene nicht nur gehalten, sondern mit jedem Kapitel gesteigert. Was als harmlose Forschungsarbeit beginnt, endet in einem real gewordenen Alptraum. Die Grafik hat uns gut gefallen. Nicht nur die Hintergründe sorgen mit vielen Kleinigkeiten für Lebendigkeit, sondern auch die Charaktere bieten einen schönen Anblick. Ein fantastischer Sound, natürlich eingesprochene Dialoge und gruselige Zwischensequenzen bieten eine Atmosphäre, die an Dramatik immer mehr zunimmt. Lediglich das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nicht ganz ausgewogen, denn ein Preis von ca. € 25 ist für eine Spieldauer von ca. 4 bis 5 Stunden meiner Meinung nach zu hoch gegriffen. Auf Grund der schaurigen und blutigen Sequenzen und der Szenen im letzten Kapitel schließen wir uns bezüglich der Altersfreigabe der für Europa gültigen PEGI - Wertung an. Zieht euch warm an, denn nicht nur das Eis könnte euch das Blut in den Adern gefrieren lassen!
  
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