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     Hidden Expedition 05 - Die vergessenen Inseln

   
verfasst am:    02. April 2012
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
60%
 


Das RĂ€tsel um das Bermuda Dreieck geht weiter...
In "Hidden Expedition 4 - Bermuda Dreieck" wurdest du ausgesandt, eine vermisste Pilotin der Hidden Expedition Truppe zu finden. Durch eine Attacke diebischer Piraten landetest du auf einer merkwĂŒrdigen Insel, auf der die Zeit still zu stehen schien. Grund fĂŒr diese KuriositĂ€t war der Wissenschaftler Gideon. Er hatte vor 300 Jahren beschlossen, der Welt den RĂŒcken zu kehren und ein sicheres Heim fĂŒr sich und seine kleine Familie zu finden. Er stahl das Tagebuch von Da Vinci, suchte sich eine Insel und konstruierte mit Da Vincis Aufzeichnungen eine SphĂ€re, die seine Familie von der skrupellosen Außenwelt beschĂŒtzte. Doch zugleich wurden die Insel und ihre Umgebung abgeschottet. Jeder, der per Zufall in dem Gebiet durch ein SchiffsunglĂŒck landete, war von nun an dort gefangen und nahezu unsterblich. Auf diese Weise gelangte der "Wahnsinn", wie Gideon die ĂŒbrige Welt bezeichnete, doch in sein kleines heiles Reich. Einer der ersten, die dort strandeten war KapitĂ€n Blaubart, ein Ă€ußerst skrupelloser Zeitgenosse. Er fand heraus, was es mit Gideons Erfindung auf sich hatte und versuchte sie zu stehlen. Dabei kamen Gideon und seine Tochter Delia fast ums Leben und wurden getrennt. Delia versucht nun herauszufinden, welchen Schritt Blaubart als nĂ€chstes plant und hat sich zu diesem Zweck auf eines seiner Piratenschiffe begeben. Auch du bist dort gelandet und musst den Menschen im Bermuda Dreieck weiterhin helfen. Blaubart darf auf keinen Fall die Inselgruppe verlassen und schon gar nicht mit der Erfindung Gideons, denn sie wĂŒrde großen Schaden in der ĂŒbrigen Welt anrichten...

Die kleine Welt in der SphÀre
Du befindest dich immer noch auf Elysia. Man hat dir einen Brief von Gideon ĂŒberreicht, denn du zu Delia bringen sollst. Die Insel hat sich durch den Kampf sehr verĂ€ndert. Sogar die Pflanzen und Tiere scheinen eine Gefahr fĂŒr die Menschen zu sein. Eile ist daher geboten. Geschickt musst du die wachhabenden Piraten ausschalten, um Delia den Brief zu ĂŒbergeben. Doch damit ist das Abenteuer noch lange nicht beendet. Denn nun folgt der schwierige Teil. Du musst zum Vulkansee und zur Vulkaninsel reisen, um Blaubart das Handwerk zu legen. Dabei wird es hin und wieder etwas utopisch, denn wer lĂ€sst sich schon gerne mit einer Rakete abschießen, die von Kinderhand erbaut wurde. Auch die Schauplatzwechsel ergeben nicht immer einen Sinn, zumindest nicht auf den ersten Blick. DafĂŒr ist die grafische Gestaltung der Locations detailreich und voller Abwechslung. Du hĂ€ltst dich nicht nur auf verschiedenen Inseln auf, sondern musst auch die Unterwasserwelt und einen alten Tempel ergrĂŒnden. WĂ€hrend die anfĂ€nglichen SchauplĂ€tze die bedrohliche Lage widerspiegeln, scheint Calderia, die Insel, auf der die SphĂ€re errichtet wurde, noch recht unberĂŒhrt zu sein. Hier lacht dir die Sonne ins Gesicht und die Natur ist immer noch freundlich. Du begegnest natĂŒrlich wieder einigen Charakteren, wie Delia, Blaubart, Gideon und einigen anderen gestrandeten Bewohnern. Auch sie sind nett anzusehen. WĂ€hrend das Intro mit einer englischen Sprachausgabe vertont wurde, unterhĂ€ltst du dich mit den Charakteren per deutschem Untertitel.

Halte Blaubart auf und rette die Welt
Um deine Aufgabe zu erfĂŒllen, kannst du dich zwischen einem einfachen und schweren Modus entscheiden. Weniger fortgeschrittenen Spielern empfehle ich den einfachen Modus, in dem sich der Tipp-Button schneller regeneriert und wichtige Bereiche mit einem Glitzern versehen werden. Zu Beginn stehen dem Spieler 5, bzw. 3 Tipps zur VerfĂŒgung, die direkt verwendet werden können. Sind alle verbraucht, benötigt der Button eine gewisse Zeit, um sich neu aufzuladen. In den normalen Szenen leuchtet der Button auf, wenn dort noch etwas zu erledigen ist. Leuchtet er nicht, braucht man in der Location nicht mehr nach nĂŒtzlichen Dingen zu suchen.

Einige GegenstĂ€nde liegen frei herum und können direkt eingesammelt werden. Andere erhĂ€lt man aus Wimmelbild-Szenen, die zu Beginn des Spiels eher selten sind. Im letzten Kapitel hĂ€ufen sie sich jedoch, wodurch das Spiel an Abwechslungsreichtum verliert. Die WBS bieten verschiedene Varianten. Manchmal muss man die GegenstĂ€nde aus der Liste suchen, manchmal mĂŒssen Paare gefunden werden. Dies können zwei gleiche GegenstĂ€nde sein, wie ein roter und ein grĂŒner Apfel, aber auch Dinge, die zusammengehören, wie ein Pinsel und eine Farbpalette, Sonne und Mond oder eine Katze und eine Maus. Eine dritte Variante sind WBS mit RĂ€tseln. Hier muss man eine kleine Anzahl Dinge einsammeln, von denen ca. die HĂ€lfte ins vorĂŒbergehende Inventar wandert. Diese GegenstĂ€nde finden keine Verwendung in anderen Szenen, sondern mĂŒssen in der WBS direkt wieder eingesetzt werden, um tiefer in die Szene vorzudringen. Aus jeder WBS erhĂ€lt man am Ende einen Inventargegenstand, der an anderer Stelle Verwendung findet.

Von Zeit zu Zeit muss ein RĂ€tsel gelöst werden. Leider gibt es dazu oft nur sehr wenige Informationen, obwohl das Spiel ĂŒber ein Tagebuch verfĂŒgt. Hinzu kommen Bugs, die das Lösen eines RĂ€tsels unmöglich machen. So muss man an einer Stelle ein NavigationsgerĂ€t richtig einstellen, um einen dreistelligen Code zu erhalten. Leider wird dieser Code nicht ins Tagebuch ĂŒbertragen und somit das RĂ€tsel nicht als abgeschlossen markiert. Dem Spieler bleibt nichts anderes ĂŒbrig, als das RĂ€tsel trotz richtiger Lösung zu ĂŒberspringen. Ein weiteres großes Manko sind die viel zu kleinen Klickbereiche. Dies betrifft nicht nur die Wimmelbild-Szenen und die frei einzusammelnden GegenstĂ€nde, sondern auch die Stellen, an denen Objekte angewendet werden mĂŒssen. Der Spieler erhĂ€lt dann die Nachricht, dass der Gegenstand an dieser Stelle nicht eingesetzt werden kann, obwohl man nur 2mm weiter rechts oder links klicken muss. Pixeljagd ist somit an der Tagesordnung. Dies ist auch der Grund, dass ich weniger fortgeschrittenen Spielern den einfachen Modus empfehle, da hier von vorne herein mehr Tipps vorhanden sind und diese sich zudem schneller regenerieren.

Fazit
"Hidden Expedition 5 - Die vergessenen Inseln" ist die Fortsetzung des vierten Teils. Du bist immer noch auf der Suche nach der vermissten Pilotin. Doch diese Aufgabe rĂŒckt angesichts der drohenden Gefahr in den Hintergrund. Der skrupellose Blaubart hat Gideons Erfindung gestohlen und versucht mit ihr, die Welt zu erobern und ins UnglĂŒck zu stĂŒrzen. Die Story klingt spannend, doch geht diese Spannung durch ein weniger gutes Gameplay zum grĂ¶ĂŸten Teil verloren. Die Klickbereiche sind durchweg einfach zu klein gewĂ€hlt und die GegenstĂ€nde in den Wimmelbild-Szenen meist viel zu gut versteckt. Die RĂ€tsel sind zwar gut durchdacht, doch fehlt es hier oft an Informationen. Hinzu kommen Bugs. Grafisch bietet das Spiel Abwechslung durch unterschiedliche SchauplĂ€tze und nett anzuschauende Charaktere. Auch die Hintergrundmusik und Soundeffekte sind angenehm.
  
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