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     Lost Horizon 2

   
verfasst am:    28. August 2015
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 80%
Sound 77%
Atmosphäre 73%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 78%
Relation: Preis/Spieldauer

70%

Gesamtwertung
75%
 
Story
Fenton Paddock ist inzwischen mit Kim verheiratet und hat eine Tochter mit Namen Gwen. Kim ist allerdings spurlos verschwunden, worauf das Spiel jedoch nicht weiter eingeht. Gwen lebt in einem Internat in Deutschland, da ihr Vater immer noch für die britische Regierung tätig ist und durch die Weltgeschichte reisen muss. Bei einem Auftrag in Ägypten wird er unter Gebäudetrümmern begraben und von Anna Brunner, einer Geheimagentin, gefunden. Diese war auf der Suche nach SS-Verbrechern und ist dabei in einem alten SS-Bunker auf Gwen gestoßen, die sich aus unbekannten Gründen dort aufhielt. Anna wurde jedoch vom KGB verfolgt. Ihr gelang es nicht, Gwen zu beschützen, die daraufhin vom Bunker aus vom KGB entführt wurde. Fenton macht sich nun sofort auf den Weg nach Russland, um Gwen zu finden. Dabei stößt er auf ein Forschungsprojekt der Nazis, welches immer noch von Fanatikern fortgeführt wird. Wird es ihm gelingen, Gwen zu befreien, bevor sie zum Versuchskaninchen der Russen wird?

Gameplay
Das Point-and-Click Adventure bedient die Maustasten nicht auf übliche Art und Weise. Man benötigt im Grunde genommen lediglich die linke Maustaste. Eine Beschreibung der Objekte, wie wir es aus anderen Spielen von Animation Arts kennen, gibt es nicht. Die rechte Maustaste wurde nämlich dazu umfunktioniert, die neumodischen Hotspots anzeigen zu lassen. Allzu schnell hat man diese Hilfepunkte nun ungewollt aufgerufen, da man es gewohnt ist, Beschreibungen per Rechtsklick einzuholen. Das Inventar befindet sich am oberen Bildschirmrand. Wenn man die Maus dorthin bewegt, klappt es sich auf. Am unteren Bildschirmrand kann man zurück ins Menü gehen und mit Hilfe einer überdimensional großen Lupe nochmals die Hotspots aufrufen. Außerdem liegt hier ein aufgeschlagenes Buch. Wer ein Tagebuch hinter diesem Buch vermutet, wird leider enttäuscht, denn dieses Buch enthält eine Beschreibung des Gameplays und die Lösung des Spiels, die jedoch keine genauen Lösungswege zu den Rätseln enthält. Ein wenig irritierend ist, dass der Cursor an allen Stellen, an denen die Szene verlassen werden kann, die Form einer Hand annimmt, die mit einem Finger nach links zeigt. Das Irritierende daran ist, dass die Hand auch nach links zeigt, wenn sich der Ausgang auf der rechten Seite, unten oder oben befindet. Die Hand dreht sich dabei nicht. Weitere Schönheitsfehler findet man im Laufe des gesamten Spiels. Im letzten Kapitel kann es dann sogar vorkommen, dass Max durch die Luft geht, um Schalter zu betätigen, an die er eigentlich gar nicht herankommen kann.

Rätsel und Aufgaben
Die Inventarrätsel sind recht gut gewählt, doch nicht immer direkt nachvollziehbar. So ist es z.B. nicht ganz logisch, dass Anna mit einem Rechen einen Ball aus einem Baum holt, der 2m hinter einer Grundstückmauer steht und der Ball trotzdem auf ihre Seite der Mauer fällt. Ebenso muss es ziemlich mühselig sein, mit einem Diamanten eine Hose oder ein Shirt so aufzutrennen, sodass man einen Nylonfaden erhält. Ein paar wenige Rätsel sind auch dabei. Sie sind sehr einfach und daher auch von Anfängern ohne Hilfe und in kürzester Zeit lösbar. Bewege dich mit Hilfe einer schwebenden Plattform durch ein Labyrinth, gehe über die richtigen Runen, finde das richtige Regal in einem großen Archiv, etc.

Grafik und Sound
Die Hintergrundgrafik ist wunderschön. Der Spieler wird an verschiedene Orte auf der Welt entführt und dadurch in die verschiedensten Atmosphären versetzt. Wir starten in einer Militärbasis in Ägypten, reisen nach Moskau zum roten Platz und von dort aus in die schneebedeckten Berge Islands, um dort die uralte, zwar zerfallene, aber dennoch wunderschöne Wikingerstadt zu besuchen. Zwischendurch machen wir noch einige Abstecher nach Deutschland, wo wir in Dresden ein Wohnhaus erforschen sowie in Bayern eine Villa und einen alten SS-Bunker. Leider sind die Charaktere nicht so hervorragend gelungen. Sie sind viel zu klein, als das man eine Mimik im Gesicht erkennen kann. Einen Hüftschwung, wie ihn Nina in Geheimakte zu bieten hat, sucht man in diesem Abenteuer vergebens. Max hat auf dem Bild bei Spielstart und auf dem Cover bereits graue Haare, doch im Spiel taucht er immer wieder mit schwarzen Haaren auf. Er hat seine bekannte und sehr angenehme Synchronstimme behalten. Für seine Tochter Gwen hat man jedoch eine Stimme gewählt, die so sehr quietscht, dass es schon stört. Außerdem wechselt man bei ihr ständig zwischen einer kindischen 10-jährigen, die noch mit Puppen spielt, und einer 14-jährigen, die bereits am Rande des Erwachsenwerdens steht. Die Geschwister Brunner hat man wieder mit angenehmen Synchronstimmen versehen. Die Soundeffekte sind zwar akustisch gut gelungen, doch nicht immer stimmig. Manchmal steht ein Protagonist und man hört ihn trotzdem noch gehen.

Fazit
Die Story ist interessant, doch leider nicht ganz rund. Überall tauchen Fragen auf. Man erfährt z. B., dass Kim verschwunden ist, doch nicht wieso. Fenton macht auch keine Anstalten seine Frau zu suchen. Gwen geht auf ein Internat in Deutschland. Dies erklärt jedoch nicht, was sie ganz allein in einem alten SS-Bunker zu suchen hatte und wie sie dorthin gekommen ist. Wie kann Anna Fenton ausgerechnet unter den Trümmern einer ägyptischen Militärstation finden? Viele Details werden dem Spieler einfach vorenthalten. Dadurch wirken die Kapitelübergänge oft abrupt. Dies zieht sich auch durch das Gameplay und die Grafik. Adventure-Fans sind von jeher kein Freund von Zeitlimits gewesen, schon gar nicht in Verbindung mit Reaktionstest, sondern bevorzugen knackige Rätsel. Ein paar wenige Rätsel sind enthalten, doch sind diese weit entfernt davon, knackig zu sein. Hinzu kommt, dass man geradezu mit der Nase auf die Lösung gestoßen wird. Wer denkt, hinter der rechten Maustaste verbergen sich Beschreibungen der Objekte oder hinter einem Buch steckt das Tagebuch, wie es bei Adventures üblich ist, hat weit gefehlt. Die Hintergrundgrafik ist wunderschön, doch die Charaktere sind so klein, dass man noch nicht einmal ihre Gesichter erkennen kann. Nahaufnahmen sind eher selten. Die Hintergrundmusik ist schön anzuhören und die Synchronstimmen sind gut gewählt. Nur Gwen klingt für die Größe und damit das Alter des Mädchens doch sehr kindisch. Ihre Stimme ist eher störend als angenehm. Alles in allem ist Lost Horizon 2 ein nettes Adventure, das die Liebe zum Detail missen lässt, die wir von dem Entwicklerstudio eigentlich gewöhnt sind, und nicht an die Qualität von Lost Horizon 1 oder die Geheimakte-Reihe heranreicht.
  
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Kommentare

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Autor Kommentar
CumbachIsACity Titel: Enttäuschung a la "Geheimakte 3" verfasst: 11. Sep 2015

registriert: 07. Dez 2009

Sehr schöne Review!

Ich bin sehr enttäuscht vom Zustand dieses Spieles. Es wirkt selbst mit dem Patch 1.0.2 völlig unfertig. Die Animationen sind grauenhaft und die sollten doch mindestens so schön und ordentlich aussehen wie im fünf (!) Jahre älteren Vorgänger, oder? Die Cutscenes sind unter aller Würde und überhaupt nicht Animation Arts Creative GmbH. Ich begreife es nicht. Mit einer niveauvolleren Präsentation und weniger Löchern in der Story, hätte es eines der besten Adventures 2015 werden können! Echt schade...

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Life is short, 'nough said.

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