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     Obscuritas

   
verfasst am:    04. April 2016
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 93%
Sound 70%
Atmosphäre 70%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 70%
Relation: Preis/Spieldauer

90%

Gesamtwertung
79%
 
Story
Der Spieler schlüpft in die Rolle von Sarah, die einen Brief von ihrem Onkel Arthur erhalten hat. Darin teilt dieser ihr mit, dass er ihr seinen gesamten Besitz vererbt hat, bestehend aus einem alten Landhaus. Sarah reist sofort zu diesem Haus und sieht sich ihr Erbe genauer an. Schon bald stellt sie fest, dass ihr Onkel Rätsel für sie hinterlassen hat. Er wollte testen, ob sie seines Erbes würdig ist. Sobald sie ein Rätsel gelöst hat, öffnet sich ihr ein weiterer Bereich des Hauses. Doch Sarah findet auch noch andere Notizen bezüglich eines Experiments unter den Sachen ihres Onkels. Die Rätsel führen sie schließlich in den Wintergarten und von dort aus in ein merkwürdiges unterirdisches Gewölbe. Dort stößt sie auf ein Portal, das sie in eine andere, schaurige Welt voller Gefahren führt…

Gameplay
In der Egoperspektive steuert man die Protagonistin per Tastatur und Maus durch die Schauplätze. Die Tasten WASD werden verwendet, um Sarah vorwärts zu bewegen, die Shift-Taste, um sie laufen zu lassen und die Taste E, um Gegenstände aufzunehmen oder abzulegen. Dies kann man auch mit der linken Maustaste erledigen. Die rechte Maustaste wird ebenfalls hin und wieder verwendet, um z. B. Kristalle zu drehen. Ansonsten dient die Maus der Kameraführung. Das Spiel kann auf leicht, normal und schwer gespielt werden. Der Schwierigkeitsgrad lässt sich während des Spielens jederzeit ändern. Ein eigenständiges Speichern ist nicht möglich. Nach jedem Kapitelabschnitt, von denen es 30 aufgeteilt in 3 Kapitel gibt, legt das Spiel einen automatischen Speicherstand an und behält diesen auch.

Die meisten Kapitelabschnitte sind recht kurz, doch ausgerechnet die, die etwas kniffliger zu bewältigen sind, sind ziemlich lang. Ab dem zweiten Kapitel kann Sarah sterben und dies fast in jedem Kapitel und nicht nur einmal. Hier läuft nämlich von Zeit zu Zeit ein Geisterhund herum, dem man aus dem Weg gehen muss. Er läuft immer denselben Weg ab, sodass man ihn beobachten kann, doch trotzdem ist es zum Teil nicht einfach, in zu umgehen. Hinzu kommen Fallen, blockierte Achterbahnen, heißer Dampf aus einem Dampfkessel, der plötzliche Tod, sollte man Symbole falsch einstellen, etc. Das dritte Kapitel beginnt dann wieder ruhig, doch schon bald tauchen die Fallen und der Geisterhund wieder auf. Allerdings nicht nur die tödlichen Situationen jagen dem Spieler einen Schrecken ein. Hin und wieder erscheinen plötzlich Puppen vor dir oder es reicht, wenn ein Bügelbrett unerwartet aus einem Spind herausklappt.

Das übrige Gameplay besteht oft darin, in einem offenen Raum einen Schlüssel zu finden, der den nächsten Raum öffnet, in dem der nächste Schlüssel liegt etc. Lediglich zu Beginn des Spiels im ersten Kapitel hat man sich einiges an Rätseln einfallen lassen, die interessant sind. Hier muss man Kristalle finden und drei farbige Lichtstrahlen korrekt weiterleiten, Symbole einem großen Bücherregal richtig zuordnen, Masken wieder richtig einsortieren, die richtigen Bodenplatten beschweren etc.

Ab dem Wintergarten wird das Spiel in finstere Nacht getaucht. Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen, findet man zuvor im Haus eine Taschenlampe und reichlich Batterien. Jedoch kann man nur eine begrenzte Anzahl Batterien mitnehmen. Auch Streichhölzer sind im ersten Kapitel reichlich vorhanden, von denen ebenfalls nur 10 Stück eingesammelt werden können. Die restlichen Batterien und Streichhölzer muss man zurücklassen. Dies bedauert man spätestens ab der Mitte des zweiten Kapitels, denn der Nachschub an Batterien und Streichhölzern wird ab hier zur Rarität. Irgendwann bewegt man sich praktisch in völliger Dunkelheit und sieht so gut wie gar nichts mehr. Nur gut, dass man den Gamma-Wert seiner Grafikkarte höher stellen und somit die Helligkeit im Spiel heraufregeln kann.

Grafik und Sound
Die Grafik hat das gesamte Spiel über sehr viel zu bieten. Zu Beginn läuft man bei hellem Tageslicht den Weg entlang und kann die wunderschöne Landschaft mit zahlreichen realistischen Animationen bewundern. Enten schwimmen im Fluss, dessen Wasser mit Wellenbewegungen versehen wurde. Schmetterlinge und Pollen fliegen durch die Luft. Ob Pflastersteine, Holzbalken oder Stoff, alle Fasern wurden sehr schön herausgearbeitet. Auch das Intro ist sehenswert, bei dem das Laub am Wegrand durch den Luftstrom des vorbeifahrenden Zuges mitgesogen wird. Später verändern sich die Locations. Man durchsucht die Räumlichkeiten des Landhauses, das noch im alten Stil eingerichtet wurde, durchwandert unterirdische Gewölbe, dessen Steine zum Teil baufällig oder nass aussehen, wandert durch einen Wald, über einen Friedhof, durch ein Weizenfeld und besucht sogar ein heruntergekommenes, stillgelegtes Irrenhaus.

Menschen begegnet man in diesem Spiel nicht. Man sieht von Zeit zu Zeit lediglich die eigenen Hände und Füße. Jedoch hört man immer wieder die Stimme der Protagonistin, die eine Nachricht vorliest oder einen Erklärung zu einem defekten Gerät abgibt. Diese wurde zwar gut gewählt, doch wurden die Texte nicht der Story entsprechend eingesprochen. Die Stimme von Sarah klingt immer, als würde sie einen gemütlichen Spaziergang durch einen Park machen und nicht, als gäbe es tödliche Fallen oder einen angriffslustigen Hund der nur darauf wartet, dass man einen Fehler macht. Die Texte wurden nicht dem gruseligen Abenteuer angepasst eingesprochen und klingen daher ein wenig gelangweilt. Im Gegensatz dazu hat man Soundeffekte ausgewählt, die zum einen dazu beitragen, vorsichtig um jede Ecke zu schauen und zum anderen die Konzentration plötzlich durchbrechen, sodass man zusammenzuckt.

Fazit
Die Story zu "Obscuritas" beginnt interessant. Sarah erbt ein altes Landhaus und will dieses nun erkunden. Doch schon bald driftet die Geschichte ein wenig ab und die Übergänge zwischen Realität, einer Welt jenseits eines Portals und einem Alptraum verschwimmen. Gibt es zu Beginn nahezu in jedem Spielabschnitt eine Notiz, die nicht nur hilft, sondern auch einen Teil des Lebens von Onkel Arthur offenbart, der das Geschehen ein wenig aufklärt, werden diese Nachrichten immer seltener und fallen schließlich ganz weg. Ab der Hälfte des zweiten Kapitels fragt man sich dann, was dieses ganze Geschehen überhaupt mit dem Erbe und dem ursprünglichen Brief von Onkel Arthur zu tun hat. Aber nicht nur der Story geht ein wenig die Luft aus, sondern auch dem Gameplay. Das erste Kapitel hat mir sehr gut gefallen. Hier warten schöne Rätsel darauf, gelöst zu werden. Das zweite Kapitel beginnt dann mit tödlichen Szenen, die ein Horror-Game durchaus vertragen kann. Doch mit der Zeit nehmen die Levels Überhand, in denen man dem Hund ausweichen muss, zumal diese Kapitelabschnitte immer länger werden. Das dritte Kapitel, so hatte ich den Eindruck, sollte ein bisschen was von allem sein. Doch leider beschränken sich hier die Rätsel darauf, einen Raum nach dem anderen nach einem Schlüssel abzusuchen oder einfach nur in einem Raum zu warten, bis sich die Normalität wieder eingestellt hat. Während Story und Gameplay zunehmend schwächeln, ist die Grafik auch am Ende noch wunderschön anzusehen, sofern man die Zeit dazu hat, hinzuschauen. Auch die Soundeffekte sorgen bis zum Schluss für den grusligen Effekt. Der Nervenkitzel bleibt bis zur letzten Szene so stark erhalten, dass ich dieses Spiel keinem Kind in die Hand geben würde. Im Gegensatz dazu steht die Synchronstimme, die zwar nett anzuhören ist, jedoch mit einem Horror-Abenteuer nicht viel zu tun hat. Alles in allem hat mir das Spiel recht gut gefallen, sodass ich es allen Fans empfehlen kann, die sich gerne ein wenig gruseln und auch vor Situationen nicht zurückschrecken, in denen der Protagonist vorzeitig das Zeitliche segnen kann.
  
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