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     King's Quest (Kapitel 3 - Im Turm erobert)

   
verfasst am:    07. Mai 2016
verfasst von:    avsn-smarte

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Grafik 93%
Sound 93%
Atmosphäre 80%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 75%
Relation: Preis/Spieldauer

100%

Gesamtwertung
88%
 
König Grahams große Liebe - Rätsel oder Melodie?
Durch seinen gebrochenen Arm ist König Graham, Gwendolyns und Garts Großvater, immer noch ans Bett gefesselt. Der Geburtstag seiner Gattin rückt immer näher und seine Enkelin möchte mehr über ihre Großmutter erfahren, um ihr etwas Passendes schenken zu können. Da erzählt Graham die wahre Geschichte darüber, wie er seine Frau kennenlernte: Er fühlte sich als junger König einsam, als ihm sein Zauberspiegel einen Turm im Königreich Kolyma zeigte, in dem eine Prinzessin auf ihre Rettung warten und seine zukünftige Braut werden würde. Sofort machte sich der mittlerweile reifere und stattlich aussehende junge König auf, um diesen Turm und somit seine zukünftige Frau zu erobern. Mühsam erklomm er das äußerst hohe Bauwerk und stellte zu seinem großen Erstaunen fest, das nicht eine, sondern zwei Prinzessinnen von der Hexe Hagatha im wandernden Turm gefangen gehalten wurden. Doch welche war die Richtige? Vee, die rätselbegeisterte Prinzessin von Ost-Kolyma, oder Neese, die musikalische Prinzessin von West-Kolyma? Erlebe mit Graham und den beiden Prinzessinnen neue Abenteuer im Wald von Avalon und am Strand von Tanalore, treffe liebgewonnene Freunde und altbekannte Feinde wieder und löse das Geheimnis um die zukünftige Königin an Grahams Seite.

Gameplay
Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln wird das komplette Spiel fast ausschließlich über die Tastatur gespielt. Über die Pfeiltasten oder über die Tasten W, A, S und D lenkt man König Graham durch die Spielszenen. Die Maus wird nur zur Auswahl von Objekten im Inventar benötigt oder zum Zielen und Schießen mit Pfeil und Bogen. Mit der Leertaste kann man gefundene Gegenstände aufheben, benutzen oder eine Aktion durchführen. Im Menü gibt es dazu auch eine Erläuterung der wichtigsten Tasten. Das Inventar befindet sich wie immer oben links und ist als kleiner Rucksack sichtbar. Mit der Tab-Taste öffnet und schließt man das Inventar. Klickt man auf einen Gegenstand im Inventar geben Gwendolyn oder der alte König Graham zu den Objekten einen Kommentar ab. Innerhalb des Inventars lassen sich die Gegenstände nicht miteinander kombinieren. Einsetzbar ist einer der Gegenstände nur dann, wenn trotz des offenen Inventars im Hintergrund die Szene zu erkennen ist. Das Spiel besitzt weder ein Tagebuch noch eine Übersichtskarte, was aber nicht schlimm ist, da sich die Laufwege innerhalb der spielbaren Szenen in Grenzen halten. Hotspots gibt es auch im dritten Kapitel nicht. Einen eigenen Spielstand kann man in diesem Adventuregame nicht anlegen. Das Spiel speichert automatisch vor und nach wichtigen Aktionen oder Filmsequenzen und überschreibt dann immer den aktuellen Spielstand. Sobald unten links das Zeichen einer Krone aufblinkt, hat man einen Speicherpunkt im Spiel erreicht. Mit der Taste R können Dialoge übersprungen werden.

Aufgaben und Rätsel
Im Gegensatz zu den bisherigen Teilen der Serie kommt es im dritten Kapitel nicht nur darauf an, die Inventargegenstände richtig einzusetzen, sondern es müssen durchaus einige Rätsel absolviert werden. König Graham muss u.a. einige Schieberätsel lösen, das Spielen einer Laute erlernen, seine Geschicklichkeit beim Tanzen oder Regale festhalten unter Beweis stellen, ein Gesellschaftsspiel gewinnen und eine Zugbrücke durch Kraft oder Verstand herunterlassen. Während das zweite Kapitel fast ohne Actionsequenzen auskam, müssen im dritten Teil einige davon absolviert werden. Die meisten sind sehr einfach und auch sehr lustig gestaltet, wie das erste Erklimmen des Turms, einen Fluss durch Springen auf Felsen überqueren oder Kobolde mit Pfeil und Bogen vertreiben. Allerdings hat es die letzte Actioneinlage echt in sich. Während man den Turm ein zweites und somit letztes Mal erklimmt, muss man schnell reagieren, denn während der Kletterpartie gefriert der Turm von unten nach oben zügig ein. Wenn man zu langsam ist, wird man vom Eis eingehüllt und muss beim letzten Checkpoint, die rar in diesem Spielabschnitt gesät sind, von vorne beginnen. Bedauerlicherweise gibt es nach dieser Actioneinlage auch keinen Speicherpunkt mehr, denn den nächsten Speicherpunkt gibt es erst wieder am Ende des Kapitels. Wer die Actionsequenz nicht schafft, verpasst ein wunderschönes Ende, das einen kleinen Wehrmutstropfen enthält. Wie auch bisher gibt es in diesem Kapitel keinen linearen Lösungsweg. Man kann sich an verschiedenen Stellen für die eine oder andere Möglichkeit entscheiden, die jedoch den weiteren Spielfluss und die Geschichte beeinflussen. Wenn man alle Möglichkeiten durchspielen will, empfiehlt es sich, ab und an seinen Spielstand an bestimmten Stellen in ein separates Verzeichnis zu sichern. Dadurch kann man sich an einer der zahlreichen Weggabelungen später für den anderen Weg entscheiden, ohne das Spiel komplett von vorne zu beginnen. Insgesamt kann man im dritten Kapitel neun Errungenschaften einholen. Einige davon erhält man im Verlauf des Spiels automatisch, ein paar andere jedoch nur dann, wenn man an den entsprechenden Stellen die korrekten Entscheidungen trifft oder wie auch in den Kapiteln zuvor unsinnige jedoch lustige Aktionen durchführt.

Grafik und Sound
Wie bereits in den beiden ersten Kapiteln kann man über den Menüpunkt "Einstellungen" die Lautstärke der Musik und der Effekte regeln. Hier kann man auch die Texturqualität hoch/mittel/gering einstellen bzw. die Untertitel ein- oder ausblenden. Auch den Vollbildmodus und die Auflösung sowie VSynch lassen sich ein- oder ausschalten. Über den Menüpunkt "Spiel" sind noch weitere Einstellungen möglich wie z.B. Controller Vibrationen aktivieren, Y-Achse invertieren und die Mausempfindlichkeit regeln. Die Untertitel sowie die Sprachausgabe sind beide in Deutsch. Die Grafik im gezeichneten Stil ist wieder mal traumhaft gestaltet und jede Umgebung wurde optimal in Szene gesetzt. Jede Gefühlsregung lässt sich in den Gesichtern und Gesten ablesen, egal ob in den Spielszenen oder Filmsequenzen. König Graham wirkt männlicher, reifer und hat sein Knabenimage abgelegt, denn es sind ja seit der letzten Geschichte immerhin acht Jahre vergangen. Jedes kleine Detail lässt sich wunderbar erkennen, ob im wandelnden Turm, im wunderschönen Wald von Avalon oder am Traumstrand von Tanalore. Die meisten Synchronstimmen kennt man bereits aus den vorangegangen Teilen, aber auch die Stimmen der neu hinzugekommen Charaktere wurden passend gewählt. Die Lippenbewegungen stimmen auch dieses Mal wieder sehr gut zum gesprochenen Text. Der Soundtrack, die Effekt- und Umgebungsgeräusche unterstreichen die Szenen bestmöglich und wurden immer stimmig platziert.

Fazit
Der dritte Teil ist der bisher humorvollste von allen. Bereits von Anfang an, bringen einen die Kommentare und Dialoge zum Lachen. Die Geschichte um das Kennenlernen von Graham und seiner Gattin ist sehr schön und wurde mit viel Gefühl, aber trotzdem lustig, umgesetzt. An der kompletten Grafik und Akustik des Spiels ist wie bei den beiden vorangegangen Kapiteln nichts auszusetzen. Alles passt harmonisch zusammen und ergibt ein tolles Gesamtpaket. Auch im dritten Teil beeinflusst der Spieler mit seinen Entscheidungen den weiteren Spielverlauf, der dadurch variieren kann. Eine lineare Spielführung gibt es nicht. Im Gegensatz zum zweiten Kapitel muss man in diesem Teil keine enormen Laufwege absolvieren, da sich die jeweils spielbaren Szenen an den verschiedenen Orten in Grenzen halten. Der eigene Handlungsspielraum nimmt jedoch von Kapitel zu Kapitel ab. Sobald man im dritten Teil eine Aktion ausführt, folgt sofort eine Sequenz bzw. ein Zeitsprung. Die Filmeinlagen sind zwar sehr schön anzuschauen, jedoch hat man das Gefühl es gäbe mehr Sequenzen als eigene Handlungen. Das Spiel kann man leider weiterhin nicht selber speichern, sondern die Speicherung erfolgt automatisch vor und nach wichtigen Handlungen bzw. Filmsequenzen. Die Dialoge lassen sich wie bereits im zweiten Teil mit der Taste R überspringen. Als negativster Punkt in diesem Spiel ist jedoch die für Fans des Genres Adventure enorm schwere letzte Actioneinlage zu erwähnen, die meiner Meinung nach in einem Adventuregame in dieser Art nichts verloren hat. Unter Zeitdruck soll man den Turm erklimmen, mit den Tasten die Richtung bestimmen und gleichzeitig mit der Leertaste von einen Punkt zum nächsten springen. Dabei gibt es zwar Checkpoints, die für meine Begriffe aber zu wenige sind. An diesem Punkt des Spiels kann man echt verzweifeln, wenn man es nicht gewohnt ist, schnell mit der Tastatur zu reagieren. Das kann den Spielspaß enorm bremsen. Ein guter Tipp, der mir sehr geholfen hat: Anstatt mit der Leertaste lieber die Maustaste zum Springen verwenden. Es fehlt auch noch ein letzter Speicherpunkt nach dieser Einlage, denn wer es nicht schafft, verpasst eine wunderschöne Filmsequenz. Für das dritte Kapitel habe ich über sieben Stunden benötigt, davon alleine für die schwere Actionsequenz mehr als zwei Stunden. Ich hoffe, dass der nächste Teil dem Spieler wieder mehr eigene Handlungsmöglichkeiten bietet und auf so schwere Actioneinlagen verzichtet wird.
  
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