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     Fenimore Fillmore's Revenge - The Westerner 2

   
verfasst am:    22. April 2009
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
40%
 
Fenimore und Rhiannon haben nach ihrem letzten Abenteuer endlich zusammengefunden. Nun reiten sie glücklich gemeinsam durch die Prärie. Doch das Glück hält nicht langen, denn schon bald stoßen sie auf einen schwerverletzten Mann. Sie versuchen ihn so gut wie möglich zu versorgen, doch der Mann stirbt trotzdem. Kurz vor seinem Tod kann er Rhiannon jedoch noch die Lage eines Goldschatzes verraten. Mit diesem Satz bringt er Fenimore und auch Rhiannon in große Gefahr, denn auch Stevens und seine Bande sind hinter dem Schatz her. Sie schießen auf Fenimore und verschleppen Rhiannon. Während Rhiannon, die davon ausgehen muss, dass Fenimore tot ist, von den Banditen gezwungen wird die Lage des Schatzes zu verraten, wird Fenimore jedoch vom alten Baker in den Bergen gesund gepflegt, denn er hat die Verletzung überlebt. Schon bald stellt sich heraus, dass auch Baker hinter dem Schatz her ist. Er hat den Mann in der Prärie erschossen. Dessen Name war Bill Carson. Er, Baker und Stevens haben den Goldschatz gemeinsam an sich gebracht. Doch dann hinterging Carson seine beiden Partner und zog Rhiannon und Fenimore mit in den Verrat hinein, als er ihnen das Versteck verriet. Wird Fenimore seine Rhiannon aus den Fängen der Banditen befreien können? Gibt es den Goldschatz wirklich?

Die Story zum dritten Abenteuer von Fenimore Fillmore ist sehr kurz. Kaum hat man das Abenteuer begonnen, ist es auch schon wieder zu Ende. Die Spieldauer beträgt ca. 5 Stunden. In dieser Zeit muss man außerdem, neben einem Schießtraining, drei weitere Schießereien überstehen, in denen Fenimore aus der Deckung heraus 4, 7 oder 11 Gegner erschießen muss. Die übrige Zeit schlüpft man in die Rolle von Rhiannon und einmal kurz in die von Fenimore. Die Handlungen der Beiden ähneln sich sehr. Wirkliche Rätsel gibt es im Spiel nicht und die Anwendung von Gegenständen ist immer wieder gleich. Sowohl Rhiannon, als auch Fenimore müssen z.b. beide eine Plattform, bzw. eine Rampe mit Pfählen abstützen, um anschließen Telegraphenmaste, bzw. Fässer darauf stapeln zu können. Beide müssen in der Hütte von Baker fast die gleichen Gegenstände verwenden, wie einen leeren Eimer mit Wasser füllen, Harz holen oder ein Messer einsammeln. Die Kombinationen sind somit wenig einfallsreich.

Die Steuerung ist während der Schießerein ziemlich schwammig, da Fenimore die linke Maustaste nicht nur zum Laufen und Gehen benutzt, sondern auch zum Nachladen des Revolvers und, um in Deckung zu gehen. Bis man ihn dann hinter einem Holzstapel hervorgeholt und an einer anderen Stelle wieder sicher untergebracht hat, können schon ein paar Mausklicks vergehen, denn er geht gerne mitten in freiem Gelände in Deckung. Ansonsten kann man mit der rechten Maustaste zwischen einer Lupe und einer Hand wechseln und auf diese Weise Gegenstände näher betrachten oder nehmen. Schade, dass weder Fenimore noch Rhiannon keinen einzigen Kommentar abgeben, wenn man einen Gegenstand näher betrachtet.

Die Stimmen der Charaktere sind gut, jedoch wurden die Texte zum Teil etwas emotionslos eingesprochen, vor allem von Rhiannons Sprecherin. Auch die Soundeffekte sind hin und wieder etwas übertrieben. Zieht man ein Messer aus einer Holzwand, hört es sich an, als würde man einen kräftigen Saugnapf von der Wand lösen. Diese Art von Soundeffekten hat zu dem alten Fenimore gut gepasst, doch zum neuen erwachsenen Fenimore passen sie ganz und gar nicht mehr. Womit wir auch schon beim Hauptdarsteller wären. Wir alle haben Fenimore als schlaksigen, etwas tollpatschigen und ungeübten Cowboy kennen und lieben gelernt. So haben wir ihn in unser Herz geschlossen. Doch mit der Verwandlung zum neuen hartgesottenen Cowboy, steht ein völlig anderer Charakter vor uns. Alles, was wir witzig und liebenswert an ihm fanden, ist abhanden gekommen. Sogar das Aussehen erinnert in keiner Weise mehr an den guten alten Fenimore Fillmore. Vor uns steht ein rauer Bursche, den man mit dem kleinen Kerl von damals nie in Verbindung bringen würde, wenn der Titel des Spiels uns nicht verraten hätte, dass es sich um ein und die gleiche Person handelt. Uns gefiel der alte Fenimore weitaus besser, denn alles liebenswerte ist mit der Verwandlung verloren gegangen.

Die Grafik ist so ziemlich das einzige positive an dem Spiel, denn sie kann sich wirklich sehen lassen. Die Schauplätze sind klasse dargestellt. Mit ihren vielen kleinen Details wirken sie ziemlich lebensecht. Bei den Zwischensequenzen hat man jedoch manchmal das Gefühl, als wären sie abgeschnitten worden. Am Ende einer Sequenz lacht Fenimore und mitten in diesem Lachen endet die Sequenz. Bei jeder Bewegung mit der Maus, bewegt sich auch das Bild. Dadurch wirken alle Szenen sehr unruhig. Außerdem bewegt sich Rhiannon zu Beginn des Spiels viel zu stark. Nachdem sie 2 Schritte gegangen ist, atmet sie so schwer, als hätte sie gerade einen 100m Sprint hinter sich.

Fazit: Mit einer Spieldauer von ca. 5 Stunden ist ein Preis von 39,95 Euro viel zu teuer. Das Preis-Leistungsverhältnis würde somit noch nicht einmal einen halben Stern verdienen. Das gesamte Spiel wirkt wie ein Rohentwurf. Der Zusammenhang der Story ist zwar vorhanden, doch fehlt es dem Spiel an Hintergrundwissen und Emotionen. Das dritte Abenteuer ist weder lustig, noch spannend. Die Schießerein, die der Spieler immer wieder absolvieren muss, wirken wie Lückenfüller. Selbst die Verwendung der Objekte ist nicht gerade einfallsreich. Kommentar zu den einzelnen Gegenständen fehlen ganz. Das einzige positive am gesamten Spiel ist die tolle Grafik und die an sich gute Story, die jedoch sehr schlecht umgesetzt wurde.
  
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