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     Oddly Enough - Der Rattenfänger von Hameln

   
verfasst am:    07. März 2012
verfasst von:    avsn-Nikki

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Gesamtwertung
70%
 


Ein Märchen der Gebrüder Grimm
Einst hatte die Stadt Hameln ein großes Problem mit Ratten. Als ein junger Mann in die Stadt kam und sich als Rattenfänger ausgab, sagten sie ihm einen gewissen Lohn zu, um endlich von der Rattenplage befreit zu sein. Der junge Mann machte seine Arbeit gut. Doch die Bewohner bereuten ihre schnelle Zusage und verweigerten ihm den Lohn. Kurz darauf kam der junge Mann in einer neuen Verkleidung erneut in die Stadt. Dieses Mal lockte er mit seiner Flöte alle Kinder heraus, die daraufhin spurlos verschwanden.

In diesem Casual-Game sind es nicht die Bürger, die dem Rattenfänger das Geld verweigern, sondern der Bürgermeister selbst. Die Bürger würden gerne ihren Beitrag leisten, doch haben sie ganz andere Probleme. Ihre Geräte und Maschinen scheinen verzaubert und lebendig geworden zu sein. Selbst die Haustiere haben sich gegen sie verschworen. Dadurch kommen sie an die 10 Münzen, den Lohn für den Rattenfänger, nicht heran. Hilf ihnen, die Münzen einzusammeln und sie dem Rattenfänger zu überbringen, damit die Kinder zu ihren Eltern zurückkehren können.

Finde die Münzen und befreie die Kinder
Das bekannte Märchen der Gebrüder Grimm wurde ein wenig aufgefrischt und durch sprechende Öfen, mechanische, sprechende Gärtnerinnen, sprechende Tigern, etc. erweitert. Du musst dir Zugang zu den Häusern verschaffen und den Bürgern auf die eine oder andere Weise helfen. Viele Inventarrätsel müssen dabei gelöst werden. Finde Brennholz für einen Ofen, beruhige eine Katze, indem du ihr Baldrian verabreichst, befreie einen Tiger aus einem Käfig, setze Generatoren in Gang und vieles mehr. Hin und wieder muss eine Wimmelbild-Szene gelöst werden, aus der du einen Gegenstand erhältst. In den Szenen sind Teilstücke eines Objektes zu finden, die als Schattenumrisse in einer Liste aufgeführt sind. Sobald alle Teilstücke gefunden wurden, wird der Gegenstand automatisch zusammengesetzt und ins Inventar befördert. Diese WBS sind klar strukturiert und nie überladen, sodass die Gegenstandsfragmente gut zu erkennen und leicht zu finden sind.

Die zu lösenden Rätsel sind vom Schwierigkeitsgrad recht unterschiedlich. Manche sind sehr einfach, andere wiederum etwas kniffliger. Dabei passen die Rätsel immer zur jeweiligen Location. Eine Kasse ist mit einem mathematischen Rätsel versehen. Um die Tür zum Wohnwagen einer Magierin zu öffnen, benötigt man Spielkarten. Nicht alle Rätsel lassen sich überspringen. Hin und wieder ist die Erklärung zu einem Rätsel etwas unzureichend, sodass der Spieler selbst herausfinden muss, was genau getan werden muss.

Im Laufe des Spiels musst du dich mit den Bürgern, Tieren und verzauberten mechanischen Dingen unterhalten. Dadurch erhältst du Aufgaben, die in einer Liste festhalten werden. Oft kann man Inventargegenstände erst dann einsetzen oder Aktionen erst dann durchführen, wenn man eine bestimmte Aufgabe erhalten hat. Leider sind die Klickbereiche zum Anwenden der Dinge oft viel zu klein gewählt. Um z. B. einen Schleifstein mit der Schaufel auszugraben, muss man die Schaufel auf einen ganz bestimmten Punkt ansetzen. Im einfachen Modus ist dies weniger ein Problem, da der genaue Punkt durch ein Glitzern angezeigt wird. Im schwierigen Modus entfällt dieses Glitzern jedoch. Hier wird der Spieler oft in die Irre geführt, wenn er nicht genau die richtige Stelle erwischt, denn dann erhält er die Mitteilung, dass das Objekt dort nicht verwendet werden kann. Das Spiel ist in vier Kapitel unterteilt. Mit jedem Kapitel besucht man einen anderen Bereich des Dorfes. Lange Laufwege werden somit erspart. Es ist daher auch nicht ganz so tragisch, dass man hin und wieder nach neu freigeschalteten Wimmelbild-Szenen suchen muss.

Schöne Märchengrafik
Der Spieler beginnt seine Reise in der Stadt Hameln. Die direkte Stadt ist in zwei Bereiche und somit in zwei Kapitel unterteilt. Hier muss er verschiedene Bürger aufsuchen und sich in der Schmiede, der Apotheke, einer Mühle und ein paar weiteren Locations umsehen. Anschließend geht es dann auf den angrenzenden Jahrmarkt und zum Schluss in den Turm des Rattenfängers. Die Grafik ist sehr schön und bietet einen Märchencharakter der besonderen Art. Animationen machen die Hintergründe nicht nur lebendig, sondern verleihen ihnen auch eine märchenhafte Romantik. Wolken ziehen z. B. durch den Himmel und Sterne glitzern. Auch die Charaktere sind wunderschön anzusehen. Dies kann man leider nicht von den Zwischensequenzen behaupten, denn sie sind überwiegend unscharf.

Das Casual-Game verfügt über eine deutsche Sprachausgabe, die jedoch leider nur zu Beginn des Spiels eingesetzt wurde. Hier berichtet ein Erzähler uns die bisherigen Ereignisse. Seine Synchronstimme ist sehr angenehm. Im restlichen Abenteuer hat man sich mit einem deutschen Untertitel begnügt. Es wäre schön gewesen, wenn auch die Charaktere mit Sprachausgabe versehen worden wären. Die Märchenatmosphäre wird von passenden Soundeffekten begleitet. Bewegt man sich durch die Szenen, hört man Schrittgeräusche. Feuer knistert im Ofen, etc. Die Hintergrundmusik ist nicht schlecht, dafür aber recht eintönig. Das Spiel verfügt zwar über vier verschiedene Titel, doch hören sie sich zu ähnlich an, um viel Abwechslung mit sich zu bringen.

Fazit
"Oddly Enough" hält sich im Grunde an das Märchen der Gebrüder Grimm. Der Erzähler berichtet uns die bisherigen Ereignisse. Der Spieler beginnt mit seinen Handlungen jedoch dort, wo das Märchen "Der Rattenfänger von Hameln" endet, denn er wird damit beauftragt, die Bezahlung für den Rattenfänger zu beschaffen und die Kinder zu befreien. Ob der Rattenfänger damit zufrieden ist, wird sich noch herausstellen. Um diese Aufgabe zu bewältigen, müssen nur wenige Wimmelbild-Szenen gelöst werden, die gut strukturiert sind. Auch die Rätsel sind abwechslungsreich und bieten die eine oder andere Herausforderung. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Erklärungen manchmal unzureichend sind. Das Gameplay hätte besser ausgearbeitet werden können, denn um einen Gegenstand anzuwenden, muss man oft pixelgenau klicken. Durch die schöne Grafik wird dem Spiel ein echter Märchencharakter verliehen. Leider werden die Zwischensequenzen unscharf dargestellt. Das Intro wurde mit deutscher Sprachausgabe versehen, die ich im restlichen Abenteuer vermisst habe. Auch die Hintergrundmusik war mir zu eintönig. Wenn man von diesen Punkten absieht, bietet "Oddly Enough - Der Rattenfänger von Hameln" einen netten Zeitvertreib für Fans des Casual-Genres, das die ein oder andere Herausforderung mit sich bringt. Es lohnt sich also, das Märchen aus Kindertagen noch einmal als interaktive Geschichte zu erleben.
  
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