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     Geheimakte 3

   
verfasst am:    02. September 2012
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 75%
Sound 93%
Atmosphäre 68%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 80%
Relation: Preis/Spieldauer

80%

Gesamtwertung
79%
 
Traumhochzeit mit Hindernissen
Nina und Max wollen in zwei Tagen heiraten. Doch wird das große Ereignis auch stattfinden? Diese Frage steht im Raum, als bewaffnete Soldaten die Wohnung des jungen Paares stürmen und Max entführen. Nina bringt schnell in Erfahrung, dass keine der offiziellen Stellen für den Einsatz verantwortlich ist. Von wem wurde Max demnach entführt und warum? Sie durchforstet die Aufzeichnungen ihres Zukünftigen und stößt auf eine Grabungsstelle in der Türkei. Max hatte sich bei den Ausgrabungen am Nabelberg zusammen mit seinem Freund Emre als Leiter beworben. Nina muss zum Nabelberg reisen, um weitere Informationen von Emre zu erhalten und an Max' weitreichendere Unterlagen zu gelangen. Sie findet heraus, dass sich Max mit einem Restaurator eines Museums in San Francisco treffen wollte. Scheinbar gibt es einen Zusammenhang zu den beim großen Brand der Bibliothek von Alexandria zerstörten Papyrusrollen und Max' Forschungen. Nina reist nicht nur durch die Welt, sondern hat auch immer wieder Träume, die sie durch Zeit und Raum schicken werden. Welche Verbindung besteht zwischen Archimedes Entdeckung im alten Ägypten, Leonardo Da Vinci, dem Nabelberg und dem merkwürdigen Symbol, dass Nina bereits in Tunguska in ihren Träumen gesehen hat?

Knifflige Inventarrätsel, doch nur wenige wirkliche Rätsel
Der Spieler bewegt Nina wie gehabt durch das Geschehen. An drei Stellen übernehmen für ganz kurze Zeit Max, Emre und auch eine weitere Person die Führung, doch dauert dies nicht länger als ein paar Minuten. Überall liegen nützliche und dieses Mal auch überflüssige Gegenstände herum. Manche Dinge kann man zwar einsammeln, doch werden sie nie zur Anwendung kommen. Welche dies sind, muss der Spieler selbst herausfinden. Dazu kann man sich jedes eingesammelte Objekt im Inventar noch einmal ansehen und dadurch natürlich auch Taschen und Koffer auspacken oder ein Handy benutzen. Wenn man mit nichts als einem Handy auf Reisen geht, ist es nicht ganz einfach, mit den herumliegenden Dingen zurechtzukommen. Daher muss sich der Spieler einiges einfallen lassen, um Nina zum Erfolg zu verhelfen. Hin und wieder muss ein Rätsel oder Minigame gelöst werden. Der Spieler hat die Wahl zwischen einer einfachen oder schweren Variante. Manchmal sind die beiden Varianten unterschiedlich, manchmal fällt das Rätsel in der einfachen Variante auch ganz weg. Diese Entscheidungen beeinflussen zwar nicht den Spielverlauf, jedoch das Ende des Spiels. Leider sind nur wenige Rätsel enthalten. An manchen Stellen hatte ich mich aufgrund des Dialogs schon auf das nächste Rätsel gefreut, doch wurde ich enttäuscht. Es folgte lediglich eine Sequenz, ein Szenenwechsel oder eine automatische Handlung von Nina. Für ungeübte Spieler gibt es wieder Hotspots. Außerdem wurde eine Hilfefunktion integriert, die weiterhelfen soll, wenn das Abenteuer ins Stocken gerät. Doch bei wirklich harten Situationen hilft der Tipp auch nicht weiter, da er nur einen ungenauen Hinweis darauf gibt, was als nächstes zu tun ist.

Grafik und Sequenzen
Ein komplett neues Abenteuer mit komplett neuen Schauplätzen wartet auf dich. Wir starten in Ägypten, reisen nach Frankreich, Deutschland, Italien, Griechenland, in die Schweiz und USA. Dies hat viele kleine Kapitel und viele Szenenwechsel zur Folge. Doch alle Schauplätze bieten wieder eine atemberaubende Atmosphäre mit vielen kleinen Details, die die Locations einzigartig machen. Die Charaktergrafik hat mir dieses Mal jedoch nicht so gut gefallen. Nina trägt immer noch ihren Pferdeschwanz. Max hat sich gegenüber Teil 2 der Serie verändert und hat nur einen kurzen Part in diesem Abenteuer erhalten. Sein Aussehen ist nicht mehr so ansprechend wie zuvor, was jedoch Geschmacksache ist. Die Charaktere sind zwar sehr schön animiert, bewegen sich auch im Stand und haben eine tolle Mimik erhalten, doch wirken sie ziemlich plastisch. Hinzu kommt, dass sie oft eine Aktion ausführen, den dazu nötigen Gegenstand jedoch nicht in der Hand halten, sondern nur die dazugehörige Bewegung ausführen.

Viele kurze Sequenzen wurden innerhalb der Kapitel integriert. Doch die Übergänge zu neuen Schauplätzen erfolgt meist abrupt. Zu Beginn des Spiels hat man noch eine spannende Verfolgungsjagd eingebaut, doch mit zunehmender Story, werden solche spannenden Sequenzen immer weniger. Auch emotionale Szenen habe ich vermisst. Emre wird z. B. bei der Flucht vom Nabelberg angeschossen. Nina stürzt daraufhin mit dem Auto in die Tiefe, wodurch Emre scheinbar - gezeigt wird dies nämlich nicht - aus dem Auto geschleudert wird. Nina fällt nach dem Aufprall auf, dass Emre fehlt. Doch sie sucht gar nicht erst nach ihm und bestellt auch keinen Suchtrupp, sondern setzt ihre Reise einfach fort, als wäre sie alleine unterwegs gewesen. Ein zweites Beispiel bietet das Wiedersehen, nachdem Nina Max endlich gefunden hat. Außer ein paar kurzen Worten zum Autounfall, unterhalten sich die beiden nicht und umarmen sich auch nicht. Will das Paar wirklich aus Liebe heiraten? Solche Fragen stellt man sich immer wieder, da emotionale und spannende Höhepunkte fehlen. Plötzliche Szenenwechsel lassen das Flair vermissen, das "Tunguska" und "Puritas Cordis" zu cineastischen Erlebnissen machten.

Toller Sound
Der komplette Sound ist ein Erlebnis. Tolle Synchronstimmen hauchen den Charakteren Leben ein. Auch dem Erzähler hört man gerne zu. Er umreist nicht nur die Rahmenhandlung und erzählt am Ende, was aus allen Charakteren geworden ist, sondern steht auch mit Tipps zur Seite, wenn es einmal nicht weitergehen sollte, auch wenn diese in wirklich harten Situationen nicht wirklich hilfreich sind. Schöne Soundeffekte, wie Schrittgeräusche auf knirschendem Schnee, das Mauzen einer Katze, Knistern eines Feuers und vieles mehr wurden integriert. Auch die Hintergrundmusik ist wieder einmal hervorragend gelungen.

Fazit
In "Geheimakte 3" wollen Nina und Max eigentlich heiraten, doch wird das große Ereignis durch die Entführung von Max verhindert. Nina hat - wie schon in Tunguska - merkwürdige Träume, die mit Feuer und einem seltsamen Symbol zu tun haben. Dies scheint in direktem Zusammenhang mit Max' Verschwinden zu tun zu haben, daher macht sie sich auf eine Reise um die Welt, durch die Zeit und durch Träume und Realität. Die Story ist interessant, doch die Umsetzung konnte mich nicht so überzeugen, wie es bei den ersten beiden Abenteuern der Serie der Fall gewesen ist. Die Schauplatzwechsel kamen zu abrupt. Emotionale und spannende Sequenzen fehlen zum großen Teil. Die Inventarrätsel sind wieder sehr schön und zum Teil auch knifflig, doch wirkliche Rätsel gibt es nur wenige, die zudem noch sehr einfach sind. Die Schauplätze erstrahlen in einer sehr schönen Hintergrundgrafik, während die Charaktere ziemlich plastisch wirken. Dafür gibt es jedoch wieder eine tolle Hintergrundmusik, hervorragende Synchronstimmen und schöne Soundeffekte. Die Spieldauer beträgt nicht ganz 10 Stunden, was "Geheimakte 3" zum kürzesten Abenteuer der Serie macht. Trotz der kleinen Mängel solltet ihr das neue Abenteuer auf keinen Fall verpassen, denn schließlich steht eine Hochzeit an. Oder vielleicht doch nicht?
  
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