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     Werwolf - Vom Jäger zum Gejagten

   
verfasst am:    26. Februar 2014
verfasst von:    avsn-Nikki

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Grafik 68%
Sound 87%
Atmosphäre 73%
Gameplay/Aufgaben/Raetsel 68%
Relation: Preis/Spieldauer

100%

Gesamtwertung
79%
 
Die Ankunft
Du schlüpfst in die Rolle eines Alchemisten, der im 17. Jahrhundert zu einem abgelegenen Schloss in Ungarn gerufen wird. Doch schon bei deiner Ankunft geschieht etwas Schreckliches. Deine Kutsche wird von einer Bestie überfallen. Dein Kutscher und das Pferd werden getötet. Du kommst mit einem "Kratzer" davon und machst dich das kurze Reststück auf den Weg zum Schloss deines Auftraggebers. Nachdem dich die Tochter von Graf Artemis verarztet hat, erfährst du vom Grafen den wahren Grund deines Erscheinens: Eine wilde Bestie treibt sich im Dorf rund um das Schloss herum und tötet wahllos Menschen. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um einen Werwolf handelt. Du sollst nun das Werk des vormaligen Alchemisten beenden und einen Trank brauen, der diese Bestie tötet. Deine Prioritäten ändern sich allerdings sehr schnell, da du selbst gebissen wurdest. Du bist fest entschlossen, ein Gegengift zu finden, mit dem man den Fluch heilen kann.

Die Suche nach den Zutaten
Kaum bist du im Schloss angekommen, beginnst du auch schon mit der Suche nach Zutaten für ein Gegengift und den Unterlagen deines Vorgängers. Doch dies wird nicht ganz so einfach werden, da der Graf alle Türen im Schloss verschlossen hat. Die überall herumstehenden Truhen knackst du ganz einfach mit einem immer wiederkehrenden Rätsel und gelangst so an Gold. Auch ein Memory muss gelöst werden. Damit ist jedoch der wenig einfallsreiche Rätselreichtum schon erschöpft. Du erkundest das gesamte Schloss von den Katakomben bis zu den Türmen im West- und Ostflügel und verschaffst dir nach und nach Zutritt zu allen Bereichen. Dabei triffst du auf einen geheimnisvollen Mann, der dir angeblich helfen will. Kannst du ihm Vertrauen? Schwierig wird die Suche durch mehrere Faktoren:

Zum einen bist du gebissen worden und verwandelst dich im Schein des vollen Mondes selbst in einen Werwolf, sodass du dich in dieser Gestalt von den überall platzierten Wachen fernhalten musst. Doch die Werwolf-Gestalt hilft dir auch wenn es darum geht, über breitere Abgründe zu springen, um z. B. eine zerstörte Turmmauer zu überwinden oder am Außengebäude entlang Zugang über ein höher gelegenes Fenster zu finden. Auch wenn der Werwolf weitere Sprünge machen kann, so sind diese kleinen und wenigen Actioneinlagen für ungeübte Adventure-Fans nicht ganz so einfach. Ein weiteres kleines Hindernis sind die Fallen, die im Kerker und in den Katakomben aufgestellt wurden. Sie dienen den Schlossbewohnern zum Schutz, denn die Bestie hat sich sogar ins Schloss hineingeschlichen. Dies bedeutet für dich, dass du den Fallen ausweichen und dich sogar 3-mal vor dem anderen Werwolf in Sicherheit bringen musst.

Wie ihr euch sicher schon denken könnt, wird unser Held per Tastatur und in der 1st-Person-Perspektive durch das Schloss manövriert. Die Maus dient dabei als Kameraführung. Außerdem wird sie verwendet, um Türen zu öffnen, Gegenstände ins Inventar aufzunehmen und später wieder anzuwenden. In der Gestalt des Wolfs kann man natürlich nichts in die Taschen stecken. Er besitzt eine andere Fähigkeit: Er kann große Barrieren und andere Dinge mit seinen Klauen zerstören. Hier hakt die Spielmechanik hin und wieder, sodass man den Angriff wiederholen muss, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Am meisten hat mich jedoch die Speicherung des Spiels gestört. Eigentlich soll das Spiel bei jedem Tagebucheintrag, der als Feder unten rechts im Bild kenntlich gemacht wird, speichern. Doch leider wird der Spielstand nicht bei jedem Eintrag gesichert. Wenn man das Spiel an der falschen Stelle verlässt, kann es sein, dass man beim Neustart ein ganzes Stück zurück liegt und einen großen Teil noch einmal spielen muss.

Das Schloss und seine Bewohner
Die Hintergrundgrafik ist nett anzusehen. Das altertümliche Schloss bietet so manchen Geheimgang und eine rustikale Einrichtung mit liebevollen Details. Man durchsucht sowohl gemütliche Gästezimmer, als auch den ungastlichen Kerker. Die große Küche ist typisch für dieses Zeitalter und auch ein bepflanzter Innenhof ist Teil der damaligen Kultur. Wachtürme, eine Brauerei, eine eigene Kapelle und eine umfangreiche Bibliothek sind ebenso Bestandteile des weitläufigen Gebäudes. Gleichzeitig sieht man dem Schloss jedoch auch an, dass es schon älter ist, denn manche Burgmauern beginnen zu bröckeln.

Die Hintergrundmusik passt sich der jeweiligen Stimmung der Räumlichkeiten an. In den Katakomben und Kerkern bietet sie ein gefährliches Flair, während in den Gästezimmern durch die Klänge zusätzliche Ruhe vermittelt wird. Die Charaktere hingegen sind nicht ganz so gut gelungen. Sie hätten durchaus noch ein bisschen mehr Feinschliff vertragen können, um realistischer zu wirken. Ihre englischen Synchronstimmen hingegen können sich hören lassen. Die Texte wurden emotional eingesprochen und werden von einem deutschen Untertitel begleitet. Dieser muss per Mausklick weitergeschaltet werden.

Fazit
"Werwolf - Vom Jäger zum Gejagten" bietet eine kurze und interessante Story, die allerdings einen prägnanten Höhepunkt vermissen lässt. Trotzdem hat mir das Spiel Spaß gemacht, denn es bietet ein abwechslungsreiches Gameplay durch die Mischung aus einfachen, wiederkehrenden Rätseln, ein paar wenigen Sprungeinlagen und die Verwandlung zwischen Mensch und Werwolf. Hier und da hakt die Spielmechanik in der Gestalt des Wolfes ein wenig, was jedoch nicht allzu sehr stört. Gravierender sind da schon die automatischen Speicherstände, die generell bei Adventurefans nicht sehr beliebt und in diesem Spiel zudem sehr knapp bemessen sind. Grafisch ist das Spiel nett anzusehen. Die Charaktergrafik ist zwar nicht ganz so schön, doch die Hintergrundgrafik bietet viele Details. Auch die Hintergrundmusik ist abwechslungsreich und die Synchronstimmen haben mir gut gefallen. Die Spielzeit beträgt ca. 5 Stunden. Allerdings bietet dieses Spiel durch zwei verschiedene Enden einen Wiederspielwert. Leider werden die Endsequenzen nur in Comic-Strips dargestellt. Ich habe es gerne noch ein zweites Mal gespielt und kann es trotz der kleinen Mängel empfehlen!
  
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